AUTOMATION 2012

"Die Aufmerksamkeit für Industrie 4.0 ist richtig und wichtig"

13.06.12 | Redakteur: Margit Kuther

(Bild: VDI)

Auf der AUTOMATION 2012 warnt VDI-Vorsitzender Kurt D. Bettenhausen, "Industrie 4.0" als kurzfristigen Hype einzuschätzen und skizziert die damit verbundenen Chancen und Aufgaben für Deutschland. Seine Rede in Auszügen lesen Sie hier.

Mit dem Einzug neuer Technologien in die industrielle Automation nimmt die Vielschichtigkeit und Interdisziplinarität zu. Dies hat uns bereits im vergangenen Jahr dazu veranlasst, den diesjährigen Kongress AUTOMATION 2012 unter das Motto zu stellen: Komplexität beherrschen – Zukunft sichern.

Komplexität wird immer stärker wahrgenommen – und dies zu großen Teilen als Belastung. Dies muss uns zu denken geben. Der Trend scheint sogar deutlich in Richtung Zunahme von Komplexität zu gehen. Dies bedeutet für die Hersteller und Integratoren, Geräte, Systeme und Anlagen entsprechend zu planen und zu errichten sowie sich auf anerkannte Standards zu verständigen und diese konsequent anzuwenden.

„Weniger ist mehr“ lautet hier die Forderung und es gilt das Richtige richtig zu tun! Nicht das zusätzliche Funktionsmerkmal um jeden Preis ist das Ziel, sondern die anwenderfreundliche Bedienung mit zuverlässiger Funktion muss das Designziel für „Automation Made in Germany“ sein. Nicht umsonst genießt „German Engineering“ seit vielen Jahren weltweit einen hervorragenden Ruf!

„Industrie 4.0“ bringt zusätzliche Herausforderung mit sich

Das Projekt „Industrie 4.0“ wird seit einigen Monaten intensiv diskutiert. Die damit verbundene Aufmerksamkeit ist richtig und wichtig. Für uns als Verantwortliche gilt es gerade jetzt, diese für den Standort Deutschland wichtige Initiative, nicht als kurzfristige Modeerscheinung oder Hype verkommen zu lassen – dafür sind die Auswirkungen viel zu bedeutend. Aus unserer Sicht wird die industrielle Welt mit der Umsetzung von „Industrie 4.0“ zunächst nicht einfacher. Im Gegenteil: Die zunehmende Vernetzung von Geräten und Systemen sowie die Verfügbarkeit jeglicher Information werden industrielle Anlagen noch komplexer machen. Es werden weitere Fragen nach Datenverfügbarkeit, -sicherheit und -gültigkeit aufkommen.

Diese müssen in einem sehr großen Kontext betrachtet und gelöst werden. Das bedeutet zusätzliche Herausforderungen für Ingenieurinnen und Ingenieure, die solche Anlagen entwickeln, projektieren und in Betrieb nehmen. Dennoch muss es uns mit „Industrie 4.0“ gelingen, Automation aus Deutschland erfolgreich im Wettbewerb zu behaupten.

Denn Deutschland hat bei der derzeit proklamierten vierten industriellen Revolution „Industrie 4.0“ ausgezeichnete Voraussetzungen. Wir nutzen und entwickeln bereits seit langem die industriellen Kommunikations- und Informationsverfahren für die Anwendung in der Automatisierungstechnik konsequent und vor allem systematisch.

Die gerade stattfindende Entwicklung, jegliche Informationen jederzeit zu vernetzen, wird uns einen weiteren Schub geben und neue Möglichkeiten eröffnen – zum Teil auch solche, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Daher ist es für uns selbstverständlich, dass wir die Initiative „Industrie 4.0“ im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung unterstützen.

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