Halbleiter

Google baut Entwicklungsteam für Smartphone-Chips auf

| Redakteur: Franz Graser

Das Google-Hauptquartier im kalifornischen Mountain View.
Das Google-Hauptquartier im kalifornischen Mountain View. (Bild: Google)

Der kalifornische Suchmaschinenkönig erweitert seine Entwicklungskapazitäten für Ein-Chip-Systeme (Systems-on-a-Chip, SoC), die in seine Smartphones und Tablets eingebaut werden sollen. Das Unternehmen schrieb knapp 200 neue Stellen in seinem Hardware-Geschäftsbereich aus.

Wie die EETimes berichtet, hat Google Stellen für SoC-Architekten ausgeschrieben, die sich in der Regel an Ingenieure mit mindestens zehn Jahren Berufserfahrung richten. Darüber hinaus will das Unternehmen an seinem Hauptsitz im kalifornischen Mountain View Design-Ingenieure für das Packaging und Speicherbausteine einstellen.

Darüber hinaus werden in zahlreichen weiteren Niederlassungen rund um die Welt Stellen für Hardwarespezialisten ausgeschrieben, darunter in Chicago, Mumbai, Shanghai, Stockholm und der taiwanischen Hauptstadt Taipei.

Interessanterweise war es das amerikanische Blatt Variety, sonst eher für Nachrichten aus der Film- und Unterhaltungsbranche bekannt, das Googles Interesse an Hardwareingenieuren aufgedeckt hatte. Variety hatte berichtet, dass Manu Gulati, der acht Jahre lang die Entwicklung von Custom-Chips für Apples Smartphones geleitet hatte, zu Google gewechselt war. Gulati hatte sich auf seiner Profilseite bei LinkedIn als „Lead SoC Architect“ bei Google bezeichnet.

Während Apple bei Halbleiterchips für seine Smartphones auf eigene Entwicklungen setzt, hatte Google für seine hochpreisigen Pixel-Smartphones bisher Bausteine verwendet, die von der Firma Qualcomm entworfen worden waren. Diese Chips werden allerdings auch von Wettbewerbern wie HTC, LG, Lenovo oder Asus verwendet. Es ist also anzunehmen, dass Google hier verstärkt in eigene Entwicklungen investiert, um sich von der Konkurrenz stärker abzuheben.

Gulati war unter anderem an der Entwicklung von 15 Hardware-Patenten für Apple beteiligt. dazu zählt eine Hardware-basierte Sicherheitslösung für Apple Pay.

// TK

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