09.02.12 | Redakteur: Franz Graser

Die Industrie des ostasiatischen Kaiserreiches plant, den Verbrauch seltener Erden zu verringern und damit die Abhängigkeit von China zu reduzieren.
Unter den sogenannten seltenen Erden werden Metalle verstanden, die in der Erdkruste nur in kleinen Mengen und verstreuten Lagerstätten zu finden sind.
Diese Minerale aus der Gruppe der Lanthanoiden im Persiodensystem verfügen größtenteils über bemerkenswerte magnetische Eigenschaften und sind deshalbfür die Elektro- und Elektronikindustrie so wertvoll.
Sie werden in Elektromotoren, Generatoren, Batterien, Leuchtdioden, Displays, Speicherbausteinen sowie für Laseranwendungen eingesetzt.
Da sich die größten Vorkommen seltener Erden in China, und dort vor allem in der Inneren Mongolei, befinden, sind die übrigen Industrienationen stark von China abhängig.
Die Exportkontrollen, die China in jüngster Zeit verhängt hat, haben die Preise für die Mineralien stark ansteigen lassen.
Japan will nun insbesondere den Verbrauch des Metalls Dysprosium in den kommenden Jahren um 30 Prozent reduzieren. Ein Budget von 65 Millionen Dollar ist bereitgestellt worden, um alternative Produktionsmethoden zu erforschen oder das Recycling von Dysprosium zu ermöglichen.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, hat zum Beispiel der Automobilhersteller Toyota bereits einen Weg gefunden, um bei der Herstellung von Elektro- und Hybridfahrzeugen komplett auf das Mineral zu verzichten.
Industrieunternehmen wie Mitsubishi, Panasonic und TDK versuchen, Dysprosium aus alten Klimaanlagen wiederzuverwenden. Es wird geschätzt, dass Japan durch dieses Programm zwischen 200 und 400 Tonnen Dysprosium pro Jahr einsparen könnte.
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