Additive Fertigung

Winzige und komplexe 3-D-Objekte drucken

25.01.16 | Redakteur: Dr. Anna-Lena Idzko

Mit einer beweglichen Mikropipette (blau) stellen die ETH-Forschenden winzige Kupferobjekte her.
Mit einer beweglichen Mikropipette (blau) stellen die ETH-Forschenden winzige Kupferobjekte her. (Bild: ETH Zürich / Alain Reiser)

Wissenschaftler der ETH Zürich haben ein Verfahren für den Mikro-3-D-Druck entwickelt. Mit diesem können in einem Arbeitsschritt winzige, teils auch überhängende Strukturen aus verschiedenen Materialien hergestellt werden.

Bei den meisten bestehenden Mikro-3-D-Druckverfahren sind überhängende Strukturen nur mit einem Trick möglich: Eine zuvor angefertigte Schablone dient während des Druckprozesses als Platzhalter unter einem zu druckenden Überhang. Die Schablone muss nach dem Drucken entfernt werden.

Bei der neuen, von ETH-Doktorand Luca Hirt vom Labor für Biosensoren und Bioelektronik entwickelten Technik kann der Druckkopf auch freihängend seitwärts drucken. Überhänge können damit ohne Schablonen gedruckt werden.

Die neue Technik ist eine Weiterentwicklung des vor mehreren Jahren an der ETH Zürich entwickelten FluidFM-Systems.

Zentraler Bestandteil dieses Systems ist eine bewegliche, an eine Blattfeder gekoppelte Mikropipette, die präzise steuerbar ist. FluidFM wird heute vor allem in der biologischen Forschung und der Medizin verwendet, um beispielsweise Zellen zu sortieren und zu analysieren, sowie um Stoffe in einzelne Zellen zu injizieren. Das System und wird seit drei Jahren vom ETH-Spin-off Cytosurge kommerziell vertrieben.

Im Rahmen seiner Doktorarbeit an der ETH Zürich untersucht Luca Hirt die Möglichkeit, FluidFM auch für Druckverfahren zu verwenden. Insbesondere interessiert er sich dafür, damit in Lösung befindliche Metalle und andere Stoffe auf einer leitenden Grundplatte elektrochemisch abzuscheiden.

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