Multimode-Glasfaserkabel

Genaue Messergebnisse mit der 1-Jumper-Referenz

| Autor / Redakteur: Christian Schillab * / Hendrik Härter

Glasfaserverbindung: Ein durchschnittliches Rechenzentrum enthält tausende von Glasfaser-Links. Dabei steigen die Anforderungen an die Einfügedämpfung. Profis setzen auf die 1-Jumper-Referenz.
Glasfaserverbindung: Ein durchschnittliches Rechenzentrum enthält tausende von Glasfaser-Links. Dabei steigen die Anforderungen an die Einfügedämpfung. Profis setzen auf die 1-Jumper-Referenz. (Bild: Fluke Networks)

Mit der steigenden Vernetzung von Anlagen und Maschinen, steigen parallel dazu die Anforderungen der Einfügedämpfung bei Glasfaserverbindungen. Profis setzen auf die 1-Jumper-Referenz. Ein Überblick.

Vernetzte Anlagen und Maschinen und die daraus resultierenden Datenmengen, auch als Big Data bezeichnet, treiben die Nachfrage nach Bandbreite und Geschwindigkeiten voran. Das ist der Markt für Hochgeschwindigkeits-Glasfaserverbindungen in LANs und Rechenzentren. Ein durchschnittliches Rechenzentrum enthält heute Tausende von Glasfaser-Links für Hochgeschwindigkeits-Rechner.

Dabei haben Ethernet-Anwendungsstandards mit 40 und 100 GByte und den bereits in Entwicklung befindlichen 400 GByte Schritt gehalten. Aber während Übertragungsgeschwindigkeiten schneller werden, steigen die Anforderungen bezüglich Einfügungsdämpfung für Glasfaser-Verbindungen. Manager von Netzwerk- und Rechenzentren müssen dabei immer öfters auf ihre Budgets bei der Einfügungsdämpfung achten. Denn diese stellt sicher, dass gesendete Signale ihr Ziel auch erreichen.

Einfach anwendbare optische Dämpfungstests (OLTS) helfen, dass Glasfaser-Verbindungen innerhalb des Dämpfungsbudgets liegen und die geplante Anforderung erbringen, ohne dabei den Kostenrahmen zu sprengen. Während ein optisches Reflexionsmessgerät (OTDR) Fehler bei Problemen mit Glasfaser-Verbindungen behebt, ist es für die Berechnung der Einfügungsdämpfung eines Glasfaser-Links oder Glasfaser-Kanals nicht geeignet. Es gibt bewährte Prüfverfahren, die für optische Dämpfungstests entscheidend sind, um eine Dämpfung möglichst genau zu messen. Bei Anwendungen mit 40 und 100 GByte sind die Kosten etwa halb so groß wie für 10 GByte. Deshalb zählt jede 0,1-dB-Dämpfung.

Referenz-Messadapter oder typisches Patchkabel?

Ein OLTS verwendet eine stabile Lichtquelle an einem Ende und ein Leistungsmessgerät am anderen Ende, um die Dämpfung innerhalb der Verbindung zu messen. Referenz-Messadapter helfen dabei, um das zu testende Kabel anzuschließen. Ein sogenannter Vorlauf-Referenz-Messadapter, der an einem Ende von der Lichtquelle zum Patchpanel angeschlossen wird und ein Nachlauf-Referenz-Messadapter vom Patchpanel zum Leistungsmessgerät am anderen Ende.

Was unterscheidet einen Referenz-Messadapter von einem typischen Patchkabel? Referenz-Messadapter sind Testkabel mit hoher Qualität, die mit Steckverbindern von Referenzqualität und optischer Ausrichtung der Faserkerne gefertigt werden, die über eine niedrige Dämpfung von unter 0,2 dB im Singlemode und unter 0,1 dB bei Multimode aufweisen. Typische Glasfaser-Jumper für tägliches Patchen rangieren zwischen 0,3 und 0,5 dB und sollten nicht verwendet werden.

Bevor die Einfügungsdämpfung gemessen wird, muss das OLTS auf eine Dämpfung von 0 dB eingestellt werden. Dabei wird die Referenz gesetzt, welche die Dämpfung der Referenz-Messadapter einbezieht. Man kann sich das Setzen der Referenz auf einem OLTS zum Erreichen von Null-Dämpfung wie das Neukalibrieren einer Waage auf null vorstellen.

Hohe Genauigkeit mit 1-Jumper-Referenz

Hierfür gibt mehrere Methoden: Branchenstandards geben 1-Jumper-, 2-Jumper- und 3-Jumper-Referenzmethoden an. Mit der empfohlenen 1-Jumper-Methode wird die höchste Genauigkeit erzielt. Bei der 1-Jumper Referenz wird der Messadapter von dem Punkt, wo er an die Lichtquelle angeschlossen ist, bis zu dem Punkt, wo er an das Leistungsmessgerät angeschlossen ist, auf null gesetzt. Würde man eine 2-Jumper-Referenz verwenden, würde der Anschluss zwischen den beiden Testkabeln ebenso ausgeschlossen. Und eine 3-Jumper-Referenz würde einen weiteren Anschluss zu den Ausschlüssen hinzufügen. Abhängig von der jeweils gewählten Methode wird die Dämpfung der Kupplung an den Enden der Faser in die endgültige Dämpfungsmessung eingeschlossen oder davon ausgeschlossen.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44803032 / Messen/Testen/Prüfen)