Gehäusetechnik

Der IT-Schrank als zentrales Element der IT-Sicherheit

12.07.17 | Autor / Redakteur: Hans-Robert Koch * / Kristin Rinortner

IT-Racks: Der TS IT von Rittal bietet eine auf Standards basierende Plattform und ist gleichzeitig variabel ausbaubar.
IT-Racks: Der TS IT von Rittal bietet eine auf Standards basierende Plattform und ist gleichzeitig variabel ausbaubar. (Bild: Rittal)

IT-Schutz beginnt bereits bei der physikalischen Sicherheit – dem IT-Rack. Die folgenden Tipps geben Hinweise zur Auswahl von Schränken speziell für kleinere IT-Umgebungen.

Der Grundschutzkatalog des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist eine wahre Fundgrube für Gefahrenquellen, die für IT-Ausfälle sorgen können. Von elementaren Gefährdungen bis zu vorsätzlichen Handlungen sind hier in fünf Kategorien knapp 630 verschiedene Varianten beschrieben, die zum IT-Ausfall oder Datenverlust führen.

Wer den IT-Schutz im eigenen Unternehmen verbessern möchte, sollte bei der physikalischen Sicherheit beginnen – im Fokus stehen hierbei Serverschränke. Die folgenden Tipps helfen bei Auswahl geeigneter Lösungen in kleineren IT-Umgebungen.

Der IT-Schrank (englisch: Rack) ist ein wichtiges Element eines Sicherheitskonzepts. Hiermit verhindern Unternehmen den physischen Zugriff unbefugter Personen auf die eigenen Daten und schützen die empfindlichen IT-Komponenten vor Gefahrenquellen wie korrosiven Gasen, Feuer und Rauch, Trümmerlasten, Staub, Wasser oder Störstrahlung.

Kurzum: Erst mit dem richtigen Serverschrank gelingt es, ein hohes Schutzniveau für die eigene IT-Umgebung zu erreichen.

Der Serverschrank als Beruhigungsmittel

Was aber ist der richtige Serverschrank, für welche Umgebung und auf welche Kriterien sollten IT-Experten bei der Auswahl achten? Vorgaben für den benötigten Sicherheitslevel ergeben sich bereits aus branchenspezifischen Anforderungen. Im Bankenumfeld kann beispielsweise die Finanzaufsichtsbehörde BaFin die im Kreditwesengesetz gemachten Vorgaben zur IT-Sicherheit prüfen.

Bei Ärzten oder Rechtsanwälten besteht die Notwendigkeit, vertrauliche elektronische Akten entsprechend zu sichern. Darüber hinaus speichern Unternehmen wie der Einzelhandel oder Handwerksbetriebe ihre Kundendaten vor Ort und müssen diese Informationen entsprechend sichern. Aus diesen Anforderungen ergibt sich für die Risikovorsorge ein gewisser Schutzlevel, der durch einen gesicherten Serverschrank erreicht wird.

Abschließbare IT-Racks im Kellerraum

Ein weiterer Faktor ist die Betriebsumgebung, in der die IT-Systeme aufgestellt sind. Gerade kleinere Betriebe können sich kein aufwändig geschütztes Rechenzentrum leisten. Hier steht die IT im Keller oder in einem der Büroräume. Solche Umgebungen machen es notwendig, dass IT-Rack mit einer abschließbaren Tür auszustatten. Elektronische Schlösser mit Zugangscode protokollieren, welche Person zu welchem Zeitpunkt auf den Schrank zugegriffen hat.

Solche automatisch generierten Protokolle sind zum Beispiel hilfreich für Audits durch Wirtschaftsprüfer, die eine Risikoanalyse erstellen. Wer als Mittelständler ein positives Rating bezüglich seines Geschäftsrisikos erhält, kommt auch günstiger an Kredite durch seine Hausbank.

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