Thema: Infineon entwickelt Kryptographiechip zum Schutz vor Quantencomputern

erstellt am: 31.05.2017 16:23

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Post-Quantum-Cryptography
Infineon entwickelt Kryptographiechip zum Schutz vor Quantencomputern


Quantencomputer besitzen aufgrund ihrer immensen Rechenleistung das Potenzial, allein durch Brute Force verschiedene aktuell verwendete Verschlüsselungsalgorithmen zu knacken. Um vor zukünftigen Attacken durch Quantencomputer sicher zu sein, präsentiert Infineon erstmals einen Sicherheitschip für Post-Quantum-Cryptography (PQC).

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martinmde





dabei seit: 18.06.2015

Beiträge: 26

Kommentar zu: Infineon entwickelt Kryptographiechip zum Schutz vor Quantencomputern
31.05.2017 16:23

Das Phantom Quantencomputer ... ich vermisse bis heute einen
verständlichen Artikel der erklärt wie man einen beliebigen
Algorithmus auf einen Quantencomputer überträgt.

Womöglich ist das auch garnicht machbar, und deswegen bleibt
das Phantom ein Phantom.

Alleine die Speichermengen die addressiert werden müssen, die wird
man doch unmöglich als Quantenbits ablegen können. Die wird man
in Form von konventionellem Speicher einbinden müssen, und dann
ist es vorbei mit der Geschwindigkeit.

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FERGEHOF





dabei seit: 11.04.2012

Beiträge: 177

RE: Infineon entwickelt Kryptographiechip zum Schutz vor Quantencomputern
02.06.2017 12:17

Irgendwie verstehe ich die Softis nicht. Da gibt es seit Jahren Zugänge, die bei falsch eingegebenen Passworten die Zeit bis zur nächsten möglichen Passworteingabe mit jedem Fehlversuch verlängern. Meine Bank macht das nicht und auch mein e-Mailkonto bei der Telekom wurde locker mal auf diesem Weg per Brute Force geknackt. Dabei kostet der Time Out wirklich nicht viel und nimmt dem Angreifer die Lust. Da braucht man keinen teuren Kryptochip.

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Olaf Barheine





dabei seit: 05.12.2011

Beiträge: 574

RE: Infineon entwickelt Kryptographiechip zum Schutz vor Quantencomputern
02.06.2017 14:01

Das Problem sind allerdings nicht irgendwelche Passworteingaben, die man mit Brute Force knackt, sondern, dass sich mit Hilfe von Quantencomputern in wohl nicht allzu ferner Zukunft Primfaktorenzerlegungen mit polynominalen Rechenaufwand durchführen lassen, wozu heutige Rechner noch exponentiellen Aufwand benötigen.

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wurl





dabei seit: 24.04.2015

Beiträge: 50

RE: Infineon entwickelt Kryptographiechip zum Schutz vor Quantencomputern
13.06.2017 17:19

Ich habe bisher auch noch keine brauchbare Erklärung gefunden, wie so ein Quantencomputer denn nun wirklich funktionieren soll, und was man sich wirklich unter einem Qbit vorzustellen hat. Und das Beispiel der asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren mit Primfaktorzerlegung, das wird auch immer nur angerissen.
Ich sehe es so: der Quantencomputer wird auch nicht zaubern können. Ich denke, gegen die inerte Unschärfe der Quantenwelt wird er auch nicht gefeit sein.
D.h.: Selbst wenn theoretisch unendlich viele Zustände gleichzeitig dargestellt werden, muss sich doch so ein System erstmal stabilisieren, damit der gewünschte Zustand (also das Ergebnis) ausgelesen werden kann. Je länger ein Kryptoschlüssel ist, desto exponentiell mehr Zustände müssen aufgelöst werden, was in entsprechend längerer Stabilisierungszeit resultiert. Na gut, dann nehme ich halt 100 bits längere Geheimnisse und schwupps (mit nur wenig De-/Kodierungsaufwand mehr) bin ich wieder gefeit vor dem Phantom Quantencomputer.
Oder habe ich da ein grundsätzlich falsches Bild von unserer Welt?

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