Thema: Deutsche Verkehrswacht fordert Fahrverbot bei Handynutzung

erstellt am: 13.06.2017 12:46

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Recht
Deutsche Verkehrswacht fordert Fahrverbot bei Handynutzung


Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) hat auf ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung in Würzburg beschlossen, sich dafür einzusetzen, die Regelahndung für Handynutzung am Steuer strenger zu definieren.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Deutsche Verkehrswacht fordert Fahrverbot bei Handynutzung
13.06.2017 12:46

Anstatt die Strafen immer weiter hochzuschrauben, sollten vielleicht endlich mal die bestehenden, möglichen Strafen durchgesetzt werden...

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roby111





dabei seit: 21.03.2011

Beiträge: 98

Kommentar zu: Deutsche Verkehrswacht fordert Fahrverbot bei Handynutzung
13.06.2017 17:46

Leider viel zu undifferenziert!

Das Aufnehmen des Hörers war bis vor einigen Jahren Grundvoraussetzung zum Telefonieren, sowohl am Steuer als auch im Büro etc.

Einhändiges Fahren lenkt nicht ab, sondern führt sogar zu einem vorsichtigerem Fahrstil, kaum Jemand würde schnelle Spurwechsel oder driftende Kurvenfahrten freiwillig einhändig machen!

Was EXTREM ablenkt und ENTSPRECHEND HART bestraft gehört ist das Lesen oder gar Schreiben von jeglichen Nachrichten auf sog. Smart-Phones!

Das gehört differenziert, anstelle pauschal hier zu verurteilen!

Reines Telefonieren, egal ob mit dem Telefon am Ohr oder der (meist nicht ordentlich funktionierenden und somit nervenden!) Freisprecheinrichtung, lenkt in etwa genauso ab, wie reden mit dem Beifahrer.

Also müsste man entweder beides verbieten oder eben auch beides erlauben!

Das Gleiche gilt sinngemäß auch fürs einhändig fahren, egal ob mit Cola-Dose, Zigarette oder eben Telefon in der Hand!

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Olaf Barheine





dabei seit: 05.12.2011

Beiträge: 574

RE: Deutsche Verkehrswacht fordert Fahrverbot bei Handynutzung
13.06.2017 19:15

Wenn jemand aufgrund seines Handykonsums einen Unfall verschuldet, bei dem Unschuldige schwer verletzt oder sogar getötet werden, dann müsste der konsequent wegen fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt werden. Das würde vielleicht abschrecken. Alles andere bringt nichts!

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nicht registrierter User


RE: Deutsche Verkehrswacht fordert Fahrverbot bei Handynutzung
14.06.2017 09:27

Wie soll denn differenziert werden, ob jemand nun am Smartphone liest und schreibt, oder nur ein Gespräch entgegennimmt?
Meines Erachtens geht es hier weder um die Schwere des Deliktes noch um die Schwere des Schadens, der verursacht wurde.
Wer soll das denn beurteilen? Ist denn das Lesen einer Whatsapp-Nachricht böser als das entgegennehmen eines Anrufes?
Ist der Unfallverursacher denn weniger schuldig wenn er einen Unfall mit nur einem Schwerverletzten anstelle mehrerer Toten verursacht hat?

Nicht die Härte der Strafe ist das abschreckende! Eigentlich dürfte das seit dem Mittelalter bekannt sein, als Handabhacken den Täter nicht vom Diebstahl abhielt. Dass das an der deutschen Verkehrswacht vorbei ging mag ich nicht glauben.
Insofern ist es nicht relevant, ob nun eine Geldstrafe oder ein Fahrverbot oder womöglich Ohrabschneiden als Strafe angedroht wird.
Relevant ist allerdings, wenn der potentielle Täter wahrnimmt, dass die Tat mit hoher Wahrscheinlichkeit geahndet wird.

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, der stellt schnell fest, dass die Handynutzung einfach nicht geahndet wird. Die Polizei schaut geflissentlich weg. Eine Viertelstunde an einer belebten Kreuzung bringt mehr Verstöße zu Tage, als die Polizei wahrscheinlich in Summe jemals geahndet hat.
Auch in Anwesenheit der Polizei wird unverdrossen weitertelefoniert.

Solange diese Wahrnehmung bei den Verkehrsteilnehmern vorherrscht wird sich am Handykonsum am Steuer nichts ändern.

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jkirchhof





dabei seit: 08.01.2014

Beiträge: 39

RE: Deutsche Verkehrswacht fordert Fahrverbot bei Handynutzung
14.06.2017 15:08

Ich habe ein Problem damit, wie derzeit die Rechtslage ist. Wenn ich vor der roten Ampel stehe und an meinem Smartphone z.B. Bluetooth aktiviere damit die Freisprecheinrichtung funktioniert begehe ich jetzt schon eine Ordnungswiedrigkeit, die mir Punkte in Flensburg einbringt. Ich frage mich, wen ich gefährde, wenn das Fahrzeug steht. Wenn ich dagegen an der gleichen roten Ampel stehe und das gleiche mache, jedoch mit abgeschaltetem Motor, dann ist laut aktueller Rechtssprechung alles in Ordnung.
Die Strafbarkeit sollte nach meiner Ansicht auf Situationen beschränkt werden, wo sich das Fahrzeug wirklich in Bewegung befindet. Denn wenn das Fahrzeug steht, egal ob mit laufendem oder stillstehendem Motor, kann ich keinen Verkehrsunfall verursachen.

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nicht registrierter User


RE: Deutsche Verkehrswacht fordert Fahrverbot bei Handynutzung
17.07.2017 15:27

Wenn ich Auto fahre telefoniere ich nicht. Auch nicht mit Freisprechanlage. Einfach gar nicht! Interessiert mich nicht bis zur nächsten Fahrtunterbrechung. Reine Kopfsache - einfach abschalten und entspannt Auto fahren.

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