Thema: E-Supersportwagen kommt dank Turbinen-Lader über 2000 km weit

erstellt am: 07.03.2016 09:52

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Range Extender
E-Supersportwagen kommt dank Turbinen-Lader über 2000 km weit


Auf dem Autosalon in Genf sorgt ein Elektroauto mit Turbinen-Lader des chinesischen F&E-Unternehmens Techrules für Furore: der fahrfertige Prototyp des Supersportwagen-Konzeptfahrzeugs hat eine Spitzenleistung von 768 kW und eine Reichweite von mehr als 2000 km.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: E-Supersportwagen kommt dank Turbinen-Lader über 2000 km weit
07.03.2016 09:52

Bitte Technische Daten überprüfen:
- 80L für 2000km ergibt bei mir einen Verbrauch von 4L/100km und nicht 0.18L/100km ...ps: bei Verwendung von Benzin anstatt Kerosin sind wir dann auf dem Niveau von Toyota Prius mit Kolbenmotor.
- Die Turbine liefert 40PS im Dauerbetrieb: Das dürfte einer Dauerfahrt auf der Autobahn recht im Wege stehen. Stimmt die Angabe von 30kW (40PS) für die Turbine?

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FERGEHOF





dabei seit: 11.04.2012

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RE: E-Supersportwagen kommt dank Turbinen-Lader über 2000 km weit
09.03.2016 13:06

Irgendwie verstehe ich die Welt nicht mehr. OK, ein paar Experimentalfahrzeuge braucht man, aber doch nicht ausschließlich. Das Auto wurde damals zunächst mit kleiner Leistung entwickelt und dann stärker und schneller. Davor erlebte die Eisenbahn die gleiche Entwicklung, ebenso die Luftfahrt. Jetzt baut man Elektrofahrzeuge und die bisher übliche Evolution wird auf den Kopf gestellt. Fast alle Entwicklungen bringen uns Supersportwagen, die auf fast keinen Strecken dieser Welt ausgefahren werden können. Man sollte den Entwicklern mal sagen, dass nur ganz wenige Leute permanent auf dem Hockenheimring fahren. Und dass man einen Kofferraum braucht und mehr als zwei Sitze. Und weil (fast) kein E-Fahrzeug über familienfreundliche Merkmale verfügt, auch kein Markt da ist und keiner diese Spielzeuge braucht.

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nicht registrierter User


RE: E-Supersportwagen kommt dank Turbinen-Lader über 2000 km weit
09.03.2016 15:44

Mag ja richtig sein bei 2000km 80liter, Aber durch die Schummelformel , die dem unwissenden Verbraucher das E-Fahrzeug schmackhaft gemacht werden soll werden ja nur die ersten 100km mit vollem Akku immer zur Verbrauchsmessung herangezogen und da wird die Turbine wohl erst in den letzten km ihre Arbeit verrichten.......

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ibw-oberhaching





dabei seit: 06.05.2009

Beiträge: 157

RE: E-Supersportwagen kommt dank Turbinen-Lader über 2000 km weit
09.03.2016 16:07

@Fergehof:
Einspruch, euer Ehren!
WANN benötigt der durchschnittliche [Stadt-] Autonutzer mehr als 2 Sitzplätze und wann braucht er wirklich einen großen Kofferraum?
Wenn ich mal (ausnahmsweise) ins Millionendorf rein fahre, dann sehe ich fast nur Riesenautos, in denen fast immer nur eine Person, selten einmal eine zweite Person sitzt.
Selbst ein größerer Wocheneinkauf lässt sich meist auf einem Beifahrersitz und dem Fussraum davor platzieren, so dass in vielen (den meisten?) Fällen auch kein Platz für einen übermässig großen, zusätzlichen Kofferraum benötigt wird.
Das ideale Elektroauto wäre nach wie vor eine kleines, leichtes und wendiges Fahrzeug a la e-SMART (gerade eingestellt); aber das dann bitte als vollelektrischen Ansatz; notfalls noch mit Platz für einen Plug-In Range extender und das ganze für rund 15.000 Euro. Abzüglich der diskutieren 5.000 Euro Prämie wäre das dann ein wahrer Volks-Wagen und würde sich sicherlich im fünf- oder gar sechsstelligen Stückzahlenbereich verkaufen.
Selbst die derzeitigen 4/5-sitzigen Kleinwagen a la e-Up, e-Leaf oder i3 sind für die meisten Anwendungen schon unnötig groß und bewegen auch unnötig viel Leergewicht, was wieder auf Batteriegröße, Preis und Reichweite durchschlägt...
Will die Autolobby etwas für die Umwelt tun (Stadtverkehr!) oder sich nur die Verbrauchsstatistik der Flotte schönen?
So Experimentalautos sind zwar nett, bringen aber die Thematiken Umweltschutz, Feinstaub und Energiewende (nicht wie derzeit nur: Stromwende) nicht wirklich weiter...
Viel Lärm um wenig...
PS. Familienfreundlich ist, was sich eine Familie (noch) leisten kann.
Allein erziehende können sich ohnehin kein Auto leisten, aber das ist ja nichts neues.
UND: Ja, auf dem Land, wo man die (größere) Reichweite braucht, da ist die Luft noch sauber. Da rechnet sich der e-Firlefanz ohenhin nicht. Weder für die Umwelt (Grundlastfähige Braunkohlekraftwerke zum Laden nötig) noch für den Geldbeutel.
* zuletzt geändert von: ibw-oberhaching am 09.03.2016 um 16:10 Uhr *

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nicht registrierter User


RE: E-Supersportwagen kommt dank Turbinen-Lader über 2000 km weit
10.03.2016 10:17

Das strotzt ja alles nur so von Superlativen. In den letzten 70 Jahren Turbinenentwicklung muß es ja nur dumme Ingenieure gegeben haben! Vielleicht hatten die aber auch nur eine realistische Sichtweise. Fassen wir mal zusammen.

Die hocheffiziente Turbine
Die Effizienz eines thermodynamischen Kreisprozesses ist in etwa proportional zur maximalen Temperaturdifferenz innerhalb des Prozeses. Das Verdichtungsverhältnis ist darin implizit berücksichtigt. Gasturbinen können ohne aktive Schaufelkühlung nur bis ca. 1200°C Temperaturdifferenz arbeiten. Das ist hellrot glühend. Die Effizienz einer solchen Gasturbine kann in diesem Fall 46% nicht überschreiten (vgl. et42010.pdf, uni duisburg essen). In der Praxis wird man bei unter 40% liegen. Dazu kommt dann noch der Generator, sodaß eine Gesamteffizienz des Antriebsagregats von kaum mehr als 36% realistisch ist. Das schafft ein PKW-Diesel heute auch schon. Zwei Drittel verheizt. Very hocheffizient!

Luftlagerung, magnetische Lagerung
Klingt toll, ist nicht wirklich neu und macht absolut keinen Sinn, da eine aktive Schaulfelradkühlung damit unmöglich ist. Prozeßtemperaturdifferenz, Wirkungsgrad! Die Lagerung eines Turboladerschaufelrads wird nicht ohne Grund hydrostatisch ausgeführt. Öl kühlt - und braucht dann meist auch einen Ölkühler.

Ansaugluftheizung
Wohl kaum. Prozeßtemperaturdifferenz! Wirkungsgrad! Die richtigen Stichworte wären hier -Ladeluftkühler- und -Kraftstoffheizung-.
Wozu gekühlte Ansaugluft? Damit mehr Luftmasse (Sauerstoff) und mehr Kraftstoff umgesetzt werden kann.
Warum den Kraftstoff heizen? Damit er beim Einspritzen schneller verdampft und die Abgastemperatur höher wird.

Umweltfreundlich
Nur als Erdgas-Blockheizkraftwerk. Dafür dürfte das Fahrzeug etwas zu klein sein.
Benzin? OK, aber warum dann so kompliziert! Linearkolbengenerator!
Kerosin? Durch seine Additive toxisch und krebserregend. Die Abgase sind kaum besser. Umweltschädlicher ist wohl nur noch Raketentreibstoff.

Die weiteren Details interessieren mich an dieser Stelle schon gar nicht mehr.

Also irgendwie haben die Ingenieure hier wieder alles falsch gemacht. Nachdem ich selbst einer bin, kann ich allerdings mit Bestimmtheit sagen, daß so etwas höchst unwahrscheinlich ist. Wer hier vermutlich alles falsch gemacht hat, darf man nicht sagen, sonst wird der Beitrag zensiert!

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roby111





dabei seit: 21.03.2011

Beiträge: 67

RE: E-Supersportwagen kommt dank Turbinen-Lader über 2000 km weit
11.03.2016 13:20

Tja, die Chinesen lernen schnell!

Eigentlich müsste ein solcher Wagen von BMW kommen, denn dort wären all diese Technologien ebenso inhouse verfügbar, aber scheinbar baut man auch dort lieber Kolbenmotoren und wickelt Waschmaschinenmotoren für den konventionellen E-Antrieb (also großer E-Motor mit Differential, Antriebswellen etc).

Man bekommt allmählich wirklich Sorge um den Automotive-Standort Deutschland!

Momentan haben wir noch die Strahlkraft der etablierten Marken, aber allein der VW-Skandal dürfte da bereits einige Farbe bröckeln haben lassen und das war vermutlich erst der Anfang!

Ich stehe zwar der eMobilität mittels Akku und Ladung aus dem öffentlichen Netz nach wie vor sehr kritisch gegenüber, aber ein serieller Hybrid macht nicht nur in Stadtbussen Sinn und den Sound erzeugen auch heutige, konventionelle sportliche Verbrenner schon nicht mehr innermotorisch sondern über Lautsprecher in den Auspuffanlagen, dann kann man den vielzylindrigen Verbrenner auch gleich ganz weglassen...

Ob ich allerdings eine Turbine mit knapp 100.000 Touren knapp hinter mir rotieren haben möchte, wage ich zu bezweifeln, wer einmal (bei Helikoptern z.b.) gesehen hat, wie da ein simpler Lagerschaden oder Ermüdungsbruch ausgeht, der will sowas nicht in einem Billigprodukt in seiner Nähe wissen...

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MohKraats





dabei seit: 11.01.2016

Beiträge: 4

RE: E-Supersportwagen kommt dank Turbinen-Lader über 2000 km weit
14.03.2016 13:16

Der Benzinverbrauch bei Plug-in Betrieb ???????
Heißt das von Steckdose zu Steckdose fahren ???

Was ist der echte Benzinverbrauch ???? Ohne Steckdose !!!

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nicht registrierter User


RE: E-Supersportwagen kommt dank Turbinen-Lader über 2000 km weit
15.03.2016 13:26

Ich bitte um artgerechte Haltung von Satzzeichen. Diese sind Einzelgänger!

Mit etwas einfacher Mathematik kann man sich den Treibstiffverbruach selbst grob berechnen.
Für Autobahnfahrt bei 130km/h werden etwa 30kW benötigt, die die Turbine auch liefern kann. Bei dem Wirkungsgad dürfte die Turbine, wie oben geschrieben, bei rund 40% liegen. mit dem elektrischen Wirkungsgrad vorangestellt kommt man so auf rund 80kW chemische Leistung, d.h. rund 8 l/h Kraftstoffverbrauch. Bei 130km/h sind das rund 6,15 l/100km auf der Autobahn.
Bei Stadtfahrt hat man zwar Vorteile bem Luftwiderstand, jedoch Nachteile bei den Leerlaufverlusten (Nebenverbraucher), was sich vermutlich etwa kompensiert.
Alles in allem dürfte das Fahrzeug im seriellen Hybridmodus also ca. 6 l/100km verbrauchen.

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nicht registrierter User


RE: E-Supersportwagen kommt dank Turbinen-Lader über 2000 km weit
16.03.2016 06:50

Die Verbrauchsangabe nach NEFZ ist für Plugin-Hybride reichlich sinnfrei.
In der Norm wird meines Wissens davon ausgegangen, dass erstmal nach 25km nachgeladen wird, die also verbrauchsfrei gezählt werden. Diese 25km werden auf die elektrische Reichweite addiert. Für den Rest, der zu den 100km fehlt wir dann der Treibstoffverbrauch auf die vollen 100km runtergerechnet. Ab einer elektrischen Reichweite von 75km beträgt der Spritverbrauch auslo Null.
Viel Sinvoller ist die Trennung der Angaben: 1. Elektrischen Energie auf 100km (ab Steckdose) im Elektromodus und 2. Kraftstoff auf 100km im Hybridmodus. Jeder der die Mathematik der Grundschule beherrscht kann sich dann seine persönlichen Verbrauch selbst ausrechnen.

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