Sicherheitskritisch

Software-Entwicklung für integrierte modulare Avionik

Whitepaper über aktuelle Trends in der Entwicklung von sicherheitskritischen Avioniksystemen.


Viele Avioniksysteme sind mit kundenspezifischer Hardware und Software erfolgreich entwickelt worden. In den letzten Jahren zwingen die Laufzeitkosten von kundenspezifischen Systemen die OEMs (Original Equipment Manufacturers) jedoch, den Einsatz von COTS-Systemen (Commercial Off-the-Shelf systems, Standardsoftware) in Betracht zu ziehen. Gleichzeitig bewegt man sich weg von Federated-Architekturen, bei denen jedes einzelne Teilsystem eine dedizierte Funktion ausführt, hin zu Rechenplattformen, die für die verschiedensten Arten von Anwendungen eingesetzt werden können und, in manchen Fällen, mehrere Anwendungen gleichzeitig ausführen.

Dieses Modell, das als Integrated Modular Avionics (IMA) bezeichnet wird, bringt Folgendes mit sich: weniger Teilsysteme, geringeres Gewicht und weniger Plattformredundanz. In einer Reihe von zivilen und militärischen Forschungsprogrammen wurde versucht, eine Definition für IMA-Architekturen aufzustellen. Zwar gingen alle von unterschiedlichen Ansätzen aus, doch schälten sich folgende Kriterien als gemeinsame übergeordnete Ziele einer solchen Architektur heraus: Gemeinsame Teilsysteme für die Verarbeitung: Dadurch sollten mehrere Anwendungen die gleichen Systemressourcen gemeinsam nutzen und wiederverwenden können.

Dies hat zur Folge, dass weniger Teilsysteme implementiert werden müssen und Systemressorucen effizienter genutzt werden, was wiederum Spielraum für spätere Erweiterungen lässt. Software-Abstraktion: Dadurch sollte die Anwendung nicht nur von der zugrunde liegenden Bus-Architektur, sondern auch von der zugrunde liegenden Hardware-Architektur isoliert werden. Dies verbessert die Portierbarkeit von Anwendungen zwischen Plattformen und ermöglicht die Einführung neuer Hardware, wenn veraltete Architekturen ersetzt werden sollen.

Kosten von Änderungen: Eine IMA-Architektur sollte die Kosten von Änderungen verringern: Sie vereinfacht die Wiederverwendung und trägt zur Senkung von Kosten für erneute Tests bei, da sie die Analyse der Auswirkungen erleichtert, indem sie die Bestandteile der Plattform aus mehreren auf dem gleichen Prozessor ausgeführten Anwendungen voneinander entkoppelt. Eine IMA-Architektur vereinfacht darüber hinaus die Unterstützung von Anwendungen mit immer anspruchsvolleren Funktionen, z. B. die Interaktion zwischen komplexen Applikationen wie Headup-Displays, Kartenanzeigesystemen und Wetter-Radaranzeigen.


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Publiziert: 01.01.2006 | Wind River Systems, Inc. (Firmenprofil)


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