Lacon

EMS-Anbieter spezialisiert sich auf Baugruppenreparatur und Obsolescence-Management

22.09.2009 | Redakteur: Claudia Mallok

Mit dem „Notruf Leiterplatte“ hat sich der EMS-Anbieter Lacon auf Reparaturfälle von elektronischen Baugruppen spezialisiert

Der Notruf Leiterplatte der Lacon Gruppe hat sich auf die professionelle Reparatur von Baugruppen spezialisiert. Die erfahrenen Experten setzen schnell und möglichst kostengünstig defekte Leiterplatten instand und beschaffen inzwischen abgekündigte, veraltete Bauteile, um sie z.B. vor Ort auszutauschen.

Maximale Flexibilität und eine Portion professioneller Improvisationskunst sind erforderlich, um die Reparatur oder Nacharbeit von bestückten Leiterplatten wirtschaftlich interessant und technisch zuverlässig zu gestalten. „Wir machen das innerhalb von 48 Stunden nach Warenerhalt mit einem Team aus Repair- und Leiterplattenexperten sowie erfahrenen Fertigungsmitarbeitern. Professionelles Improvisieren ist angesagt. Das Langzeitverhalten der Baugruppe darf schließlich nicht beeinträchtigt werden“, versichert Dr. Ralf Hasler, CEO der Lacon Gruppe in Karlsfeld bei München.

Das Firmengebäude der Lacon Gruppe am Hauptsitz in Karlsfeld bei München. Der EMS-Anbieter beschäftigt 250 Mitarbeiter.
Das Firmengebäude der Lacon Gruppe am Hauptsitz in Karlsfeld bei München. Der EMS-Anbieter beschäftigt 250 Mitarbeiter.

Fallen Baugruppen in der Produktionslinie oder an Einzelmaschinen aus, muss zunächst die Fehlerursache ermittelt werden. Danach wird schnell über Ersatz oder Reparatur entschieden. Beides geschieht in der Regel nicht vor Ort, also an dem Gerät, in dem die Leiterplatte verbaut ist. Die defekte Leiterplatte wird unmittelbar im Servicefall durch eine funktionierende ersetzt, die Lacon im Regelfall speziell nachgefertigt hat oder im Rahmen eines „Swap Stocks“ vorgehalten hat.

Worauf es beim Rework ankommt

„Ohne exakte Fehleranalyse geht nichts“, sagt Matthias Kleber, Leiter QS der Lacon, „aber dann können wir meist sehr schnell reagieren und auch bei Bedarf vor Ort die defekten Leiterplatten austauschen oder Reparaturen auf Boardlevel direkt durchführen.“ Höchster Schwierigkeitsgrad ist die Versorgung schwer beschaffbarer Komponenten. Langlebige, wertige Baugruppen, deren Neuentwicklung (noch) nicht angegangen wurde, müssen repariert werden, wenn z.B. Qualitätsgarantien von teilweise bis zu 30 Jahren gegeben wurden. Eine Neubestückung ist schlichtweg nicht möglich.

Mitglied in der Component Obsolescence Group

Prozessablauf im „Notruf Leiterplatte“ bei Lacon
Prozessablauf im „Notruf Leiterplatte“ bei Lacon

Bereits die Beschaffung der notwendigen auszutauschenden Komponenten erfordert einen Vorlauf. Gegebenenfalls müssen identische Baugruppen „geopfert” und ausgeschlachtet werden, um abgekündigte Bauteile zur Verfügung zu stellen. Lacon kümmert sich als Mitglied in der Component Obsolescence Group (COG) um ein Obsolescence-Management für Hersteller, die für alle Eventualitäten gewappnet sein müssen. Dabei geht es darum, rechtzeitig, vor Abgekündigung eines Artikels diesen zu bevorraten sowie zu konservieren. Und möglicherweise ist es sinnvoll, ein Refurbishment der Baugruppe (Generalüberholung) in Angriff zu nehmen.

CEO Dr. Ralf Hasler hat die Lacon Gruppe mit 250 Beschäftigten in Karlsfeld bei München in den vergangenen vier Jahren paneuropäisch ausgerichtet
CEO Dr. Ralf Hasler hat die Lacon Gruppe mit 250 Beschäftigten in Karlsfeld bei München in den vergangenen vier Jahren paneuropäisch ausgerichtet

„Wer macht das schon so nebenher?“, fragt Hasler, „schließlich geht es den Entwicklern und der Produktion schon über die brutal kurzen Life Cycles an Innovationen und Weiterentwicklungen an den Kragen. Da ist einfach kein Platz für die alte Garde bewährter Technik. Denn maximale Flexibilität und eine Portion professioneller Improvisationskunst sind erforderlich, um die Reparatur oder Nacharbeit von bestückten Leiterplatten für den Kunden wirtschaftlich interessant und technisch zuverlässig zu gestalten.“

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