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Auftragsfertigung

Mit kurzen Prozesszeiten sind EMS-Anbieter auch in der Krise erfolgreicher

 

31.08.2009 | Autor: Hubertus Andreae*

 

Ein Praxisbeispiel: Die Darstellung des Auftragseingang bis zur Kundenauftragsbestätigung
Ein OEM bestellt Baugruppen bei einem EMS-Anbieter. Der OEM-Kunde erwartet von seinem Produzenten des Vertrauens, dass er innerhalb weniger Tage eine qualifizierte Auftragsbestätigung abgibt. Schaut man sich allerdings die Prozesskette an, so kommt es oft zu Wartezeiten von 5 bis 15 Arbeitstagen. Die Ursache liegt in den Prozessketten, die in sich nicht viel Zeit benötigen. In summe dauern alle Prozesse allerdings zu lange und können dann auch noch Fehler aufweisen:
  • Verarbeitung der Kundenaufträge 1 bis 2 Tage,

  • Auslösen der Materialbestellungen 2 bis 5 Tage,

  • Eingang und Verarbeitung der Lieferanten Auftragsbestätigung 3 bis 6 Tage,

  • Auslösen der Kundenauftragsbestätigung 1 bis 2 Tage,

In Summe sind das im besten Fall 7 Tage und im schlechtesten Fall 15 Tage - wohlgemerkt Arbeitstage. Dabei haben wir allerdings noch Fehlermöglichkeiten wie Unsicherheiten bei den Bauelementelieferanten und Kapazitätsengpässe in der Fertigung des EMS. Nun stellt sich die Frage der Optimierung.
Auch wenn die Optimierung recht komplex ist, so sind das einige Lösungsansätze:
  • umfassende Logistikkonzepte mit den Rohmateriallieferanten. Diese Maßnahme den Vorteil hat, dass die Lieferungen hochgradig abgesichert sind und Lieferzeiten im Vorfeld ohne Bestellung bestimmbar sind.

  • qualifizierte Stammdatenversorgung und Nutzung.

  • einfache IT-Werkzeuge die Arbeitsschritte wie Auftragseinlastung, Materialbestellung oder die Erstellung der Auftragsbestätigung vereinfachen und damit beschleunigen.

  • Priorisierte Ereignismeldungen, die dem Anwender das Leben leichter machen und helfen, sparsam mit den Ressourcen umzugehen.

Wie man sieht muss neben ausgefeilten Arbeitsprozessen auch eine leistungsstarke IT die Arbeitsprozesse qualifiziert unterstützen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist hierbei u.a. ein funktionierendes Meldesystem bei dem die IT dem Anwender zeitnah meldet, wenn Ereignisse wie z.B. Abgabe einer Kundenauftragsbestätigung, Eintreffen einer Lieferantenauftragsbestätigung, Materiallieferung, Fertigungsstart, nicht eingetreten sind.
Diese Meldungen entlasten den Anwender, da keine Listen aus den IT-Systemen abgerufen werden müssen oder mühselig innerhalb der IT „IST“- Zustände geprüft werden müssen. Die produzierenden Unternehmen werden somit schneller, sicherer und können den Zeitgewinn für andere wichtige Tätigkeiten nutzen.
*Hubertus Andreae ist Inhaber der Prozessberatung dreiplus praxisbegleitende Innovationsförderung in Berlin.
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Redakteur: Claudia Mallok
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