AidiLab-Geschäftsführer Maurizio Caporali

„UDOO bietet drei Lösungen basierend auf einem Kerndesign“

22.10.14 | Redakteur: Peter Koller

Eine Platine, viele Möglichkeiten: Der UDOO setzt auf Vielseitigkeit.
Eine Platine, viele Möglichkeiten: Der UDOO setzt auf Vielseitigkeit. (AidiLab)

Das Konzept des Einplatinencomputers UDOO ist von den beiden Kooperationspartner AidiLab und SECO entwickelt worden. Maurizio Caporali, der Geschäftsführer von AidiLab, erläutert die Anfänge und Hintergründe des Projektes.

UDOO ist eine Kollaboration zwischen zwei Organisationen. Wie kam es dazu?

„SECO und AidiLab waren bereits seit vielen Jahren in einer Arbeitsgemeinschaft tätig. Unsere Zusammenarbeit zur Entwicklung eines Konzepts für eine neue Art von Computerplatine begann im Jahre 2010. Unser Plan war von Anfang an, einen Computer zu entwickeln, der sowohl eine gute Schnittstelle zur physischen Welt in Form der Hardware bietet, als auch eine unkomplizierte Softwareentwicklung zulässt.

Wir stellten fest, dass Arduino zu einem Quasi-Standard für Hardware-Konnektivität geworden war, also wählten wir diese Plattform für unser Design. Arduino verfügt über eine beeindruckende Gemeinschaft aus Designern, Herstellern und Ingenieuren, darum war es für uns entscheidend, die volle Arduino-Kompatibilität in unser Design zu integrieren.

Auf Seiten der Software haben wir uns auf Linux und Android konzentriert. Android fanden wir aufgrund der unkomplizierten Verbindungsfähigkeit zum Internet äußerst wichtig. Nachdem Google das Android Development Kit (ADK) auf den Markt gebracht hatte, war es uns wichtig, dieses in unserem Design zu unterstützen. Das endgültige Design integriert zwei Schlüsselkomponenten: auf der einen Seite Arduino als Grundlage für Hardware und Programme, so genannte „Sketches“, und auf der anderen Seite das Betriebssystem.“

Sie haben sich entschieden, das Projekt über Crowd Sourcing zu finanzieren. Dabei sind 322 % Ihres Zielbetrages zusammengekommen. Was denken Sie darüber und wie waren Ihre Erfahrungen mit Kickstarter?

Ergänzendes zum Thema
 
Der UDOO vereint zwei Geräte in sich

„Nachdem das Design stand, mit dem wir auf den Markt zugehen wollten, haben wir überlegt, wie wir die Markteinführung möglich machen könnten. Crowd Funding ist ein sehr interessanter Ansatz, insbesondere für ein Open-Source-Projekt wie das unsere. Crowd Funding bietet nicht nur eine potenzielle Finanzierungsmöglichkeit, sondern auch die Möglichkeit des direkten Kontakts mit unseren potenziellen Käufern, die uns wertvolle Ideen und Anregungen für die Gestaltung unseres Designs liefern konnten.

Wir mussten Ende 2012 sehr viel Arbeit in unseren Businessplan stecken, um das Kickstarter-Projekt im Februar 2013 starten zu können. Der Kickstarter-Prozess war unglaublich. Es hat eine Weile gedauert, bis wir alles auf unserer Projektseite fertig hatten, darum hat es mit dem tatsächlichen Projektbeginn noch bis April 2013 gedauert.

Wir waren uns nicht sicher, wie gut das alles funktionieren würde. Darum hatten wir eine Datenbank mit E-Mail-Adressen von Freunden vorbereitet, Ingenieuren usw., um unser Kickstarter-Projekt zu bewerben. Aber gleich vom ersten Tag an war klar, dass das gar nicht nötig sein würde. Unser Finanzierungsziel waren 27.000 Dollar, mit denen wir die UDOO-Platine in Produktion geben wollten. Dieses Ziel war nach nur zwei Tagen erreicht, und die Mittel flossen bis zum Ende der Kickstarter-Kampagne immer weiter. Die Resonanz war erstaunlich. Wir haben jede Menge konstruktive Rückmeldungen aus der Kickstarter-Gemeinde erhalten.

Das ist wirklich ein sehr interessanter Aspekt des Crowd Funding. Neben den finanziellen Mitteln erhält man zusätzlich auch noch viele Ideen von potenziellen Käufern, die bei der Überprüfung des Produktdesigns von unschätzbarem Wert sein können.“

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