Embedded Systeme

Kontron, immer up to date bei Embedded-Systemen

01.02.16 | Redakteur: Margit Kuther

PSI 80 von Kontron: Der Computer aus dem Jahr 1979 kam mit Zilog-Z80A-Prozessor mit 4 MHz Takt, 64 KB RAM, 16 KB Grafikspeicher und in der Variante PSI 80D/W5 sogar mit 5 MB Festplatte.
PSI 80 von Kontron: Der Computer aus dem Jahr 1979 kam mit Zilog-Z80A-Prozessor mit 4 MHz Takt, 64 KB RAM, 16 KB Grafikspeicher und in der Variante PSI 80D/W5 sogar mit 5 MB Festplatte. (Bild: Hubert Berberich)

Von den ersten Tagen an spielten Computerkomponenten eine maßgebliche Rolle bei Kontron. Das Unternehmen begleitete bereits die ersten Serienfertigungen von Mikroprozessoren.

Wir schreiben das Jahr 1959: Die sowjetische Raumsonde Lunik 3 umkreist den Mond und die Menschheit kann dank integrierter Kamera erstmals einen Blick auf die erdabgewandte Mondseite werfen.

In diesem ereignisreichen Jahr gründet Branco Weiss (1929 - 2010) Kontron. Das Unternehmen verkauft anfangs analytische Messgeräte, Mikroskope, Industriemesstechnik und Bildverarbeitungssysteme. Später kommen Computer, Europakarten und Steuerrechner hinzu. Ende der 60er Jahre startet Kontron seine Aktivitäten in Deutschland und wächst in dieser Zeit zu Europas größtem Distributor für Elektroniksysteme heran.

Die 70er Jahre läuten mit der Serienfertigung von Mikroprozessoren, etwa Intels 4004, die Computerminiaturisierung ein.

1974 präsentiert Kontron ein Plottersystem, Offline-Magnetbandeinheiten sowie ein interaktives grafisches Display-System. In dieser Wachstumsphase wird Kontron an Hofmann-La Roche verkauft. Das Unternehmen setzt weiter auf Computertechnik. Unix-Rechner gehören nun ebenso zum Portfolio wie Programmiergeräte, Logikanalysatoren, Emulatoren und Industrielaptops.

1979 verlässt Branco Weiss das Unternehmen. Er wird nach seinem Rücktritt Förderer von Start-Up-Unternehmen, Universitäten und betätigt sich als Kunstmäzen.

Die Pioniere der Elektronik und ihre Meilensteine

50 Jahre ELEKTRONIKPRAXIS

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11.01.16 - In diesem Jahr feiert ELEKTRONIKPRAXIS ihren 50. Geburtstag. Wir nehmen dies zum Anlass, in einer großen Serie über die führenden Unternehmen der Elektronikbranche zu berichten. lesen

1981 wird Kontron in die Holding Kontron Elektronik mit den Geschäftsbereichen Bildanalyse, Computer-Peripherien, Halbleitern, Hochfrequenzen, Leiterplatten, Messtechnik, Mikrocomputer, Produktion und Registriertechnik umgewandelt.

PC-Highlight PSI 80 mit gigantischer 5-MB-Festplatte

Ein Highlight ist die Mikrocomputer-Serie PSI 80. Der PC mit CRT-Bildschirm (Cathode Ray Tube) enthielt einen Zilog-Z80A-Prozessor mit 4 MHz Taktfrequenz, 64 KB RAM, 16 KB Grafikspeicher und zwei Diskettenlaufwerken (5- oder 8-Zoll). Spitzenmodell im Mikrocomputerbereich ist der PSI 80D/W5, der eine Festplatte mit einer damals stattlichen Kapazität von 5 MB enthält.

Die Rechner der damaligen Zeit sind mit proprietären Betriebssystemen ausgestattet, der PSI 80 mit dem firmenspezifischen KOS. Doch die Kompatibilität zum plattformunabhängigen Betriebssystem CP/M (Control Program für Microcomputer) von Digital Research macht das System flexibel, desgleichen ein spezieller Grafiktreiber zur Ansteuerung von bis zu sechs Bildschirmen unterschiedlichen Inhalts.

1989 verkauft Hoffmann-La Roche die Firma an BMW. Ein Grund für das Engagement von BMW dürfte Kontrons Expertise bei Kfz-Diagnosegeräten gewesen sein.

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