Serie CompactPCI Serial, Teil 70
Systemslot-Karten mit neuester Intel-Architektur
05.04.2011 | Autor: Barbara Schmitz *
Ob CompactPCI Serial oder CompactPCI PlusIO für ein Projekt geeigneter ist oder ob selbst der parallele CompactPCI den Anforderungen noch genügt, hängt u.a. davon ab, wie hoch die Übertragungsgeschwindigkeit und Bandbreite für bestimmte Funktionen in der aktuellen und geplanten Anwendung ist bzw. sein soll.
Natürlich muss auch die Prozessorleistung passen und bei langen Projektlaufzeiten auf möglichst aktuellen CPU-Plattformen aufsetzen. Für CompactPCI PlusIO (PICMG 2.30) gibt es daher neben einer Lösung mit Intel Core 2 Duo (SP9300) bereits eine Systemslot-Karte mit dem Intel i7 als Quad-Core. Dieser F21P unterstützt die neuen Intel-Features wie PCI Express der zweiten und SATA der dritten Generation, schnelleren TurboBoost, verbesserte AMT (Active Management Technologie) sowie acht virtuelle Cores mittels HyperThread und einem schnelleren monolithischen Grafik-Core.
F21P schöpft die Möglichkeiten der CompactPCI-PlusIO-Spezifikation voll aus und schickt jeweils vier PCI Express-, USB- und SATA-Links zur Ansteuerung von vier CompactPCI-Serial-Peripheriekarten (PICMG CPCI-S.0) auf die Backplane, dazu einen Link für Ethernet. Damit lassen sich auf Basis von Standard-Backplanes Hybridsysteme aufbauen, die parallele Peripherieslots gemäß PICMG 2.0 als auch serielle Peripherieslots gemäß PICMG CPCI-S.0 ansteuern. Der Systemslot (PICMG 2.30) befindet sich dabei in der Mitte.
Da PICMG 2.30 für diese Links lediglich die Signale des bis dahin frei verfügbaren Systemstecker P2 festlegt und einen pingleichen – wenn auch für höhere Frequenzen ausgelegten – Steckverbinder vorschreibt, kann die gleiche Karte aber auch im Systemslot eines herkömmlichen CompactPCI-2.0-Systems verwendet werden. Die Signale am P2 stehen dann z.B. für Rear-I/O zur Verfügung – mit dem Vorteil, dass nun auch diese Rear-I/O-Signale fest definiert sind.
Rückwärtskompatibel und langzeitlieferbar
Damit ist der F21P rückwärtskompatibel zu allen Vorgängermodellen nach PICMG 2.30 (F19P) als auch PICMG 2.0 (F18, F17, F15, F14) und so auch langzeitverfügbar. Erreicht wird die Skalierbarkeit der Kartenfamilie durch eine einheitliche Frontplatte mit jeweils 2x USB, 2x Ethernet und VGA-Anschluss sowie durch einen einheitlich belegten und platzierten Stecker für Erweiterungskarten. Mittels dieser Erweiterungskarten können zusätzliche Funktionen wie digitale Video-Eingänge über DVI, eine Vielzahl von UARTs, USBs, SATA oder HD-Audio genutzt werden.
Werden mehr als die oben genannten seriellen Verbindungen auf der Backplane benötigt, wird die Wahl auf CompactPCI Serial (PICMG CPCI-S.0) fallen. Während die Mechanik nach wie vor auf der bewährten 19"-Technik und dem Europakarten-Format aufsetzt, werden auf einem neuen Steckverbinder mit sehr hoher Signaldichte und Übertragungsraten über 12 GBit/s ausschließlich moderne Punkt-zu-Punkt-Verbindungen unterstützt. Hier steht mit dem G20 eine Systemslot-Karte mit dem Dual-Core des Intel i7 zur Verfügung, die bis zum Herbst 2011 um eine Quad-Core-Lösung ergänzt werden wird.
Der aktuelle Rechner steuert auf einer Standard-Backplane bis zu acht CompactPCI-Serial-Peripherieslots an und führt dazu rückwärtig 8x USB, 7x PCI Express, 6x SATA und einen Display- oder HDMI-Port heraus. Wahlweise 1, 4 oder 8 Ethernet-Links werden zum Aufbau von Mesh-Architekturen per Mezzanin-Modul (z.B. GM1) direkt auf den Systemstecker P6 geführt. Frontseitig stehen 2x Ethernet, 2x USB und 2x Display-Port zur Verfügung.
Einsatz in extremen Umgebungsbedingungen möglich
Alle hier erwähnten Karten arbeiten mit 64-Bit-CPU-Architektur und die auf Intel i7 der ersten und zweiten Generation basierenden Rechner sind mit bis zu 8 GByte ungesockeltem Arbeitsspeicher bestückt, der DDR3 und ECC unterstützt. CompactFlash- und microSD-Card-Slots bieten Platz für die Anwendungssoftware.
Und schließlich handelt es sich bei all den genannten Rechnern um Baugruppen für extreme Umgebungsbedingungen. CompactPCI, CompactPCI PlusIO und CompactPCI Serial bieten hierfür mechanisch die ideale Voraussetzung. Zusätzlich sind alle Komponenten gegen Stoß- und Vibration fest aufgelötet, gegen Feuchte und Staub zum Lackieren vorbereitet, und speziell entwickelte Kühlkörper erlauben den Betrieb im erweiterten Temperaturbereich selbst in lüfterlosen Systemen.
* Barbara Schmitz ... ist Chief Marketing Officer bei MEN Mikro Elektronik, Nürnberg.
Redakteur: Holger Heller
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Embedded Computing
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Die neue PICMG-Spezifikation CompactPCI Serial (CPCI-S.0) ebnet als Nachfolger des parallelen CompactPCI den Weg zu seriellen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen an der Backplane. Der Standard für 19"-Systeme soll damit die steigenden Anforderungen an die Bandbreite und Datenverarbeitungskapazität in Embedded-Anwendungen Rechnung tragen. weiter
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The introduction of a configurable PCI Express interface port on Processor Advanced MC modules has fully addressed this issue in MicroTCA and AdvancedTCA carrier form factors.
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