AMD x86-Prozessoren

Eine neue Prozessorgeneration für Embedded-Systeme

06.07.11 | Redakteur: Holger Heller

Eine einzige Plattform für zahlreiche Embedded-Applikationen: Die CPUs und APUs der AMD Embedded G-Series
Eine einzige Plattform für zahlreiche Embedded-Applikationen: Die CPUs und APUs der AMD Embedded G-Series

Die „Headless“-Prozessoren der AMD Embedded G-Series sind mit den gleichen 64-Bit-CPU-Cores bestückt, wie die Accelerated Processing Units (APUs) dieser Serie. Sie eignen sich für Embedded-Systeme und Geräte, die keine Grafikausgabe benötigen.

Historisch gesehen lag einer der Hauptgründe für den Erfolg der x86-Technologie in Embedded-Systemen in ihrer hohen und vielseitig einsetzbaren Rechenleistung sowie ihrer Netzwerkanbindungsfähigkeiten. Mit zunehmender Verbreitung der x86-Embedded-Computing-Technik gewannen auch die Grafikfunktionen für anspruchsvolle Mensch-Maschine-Schnittstellen (MMI) in verschiedenen vertikalen Märkten an Bedeutung.

Die Kombination von hoher und vielseitig einsetzbarer Rechenleistung sowie herausragende Grafikfähigkeiten waren die Weichensteller für den wachsenden Erfolg der x86-Technik in Embedded-Applikationen.

Durch kontinuierliche Verbesserungen der CPU-Leistung hat sich die x86-Prozessortechnik aber auch in Bereichen durchgesetzt, in denen keine Grafik erforderlich ist, beispielsweise in Rack- und Backplane-Installationen wie AT/ISA-96-, VME- oder CompactPCI- sowie ATCA-, MicroTCA- und VPX-Systemen. Da eine Grafikausgabe hier meist nicht benötigt wird, setzen die Hersteller in diesen Bereichen häufig Server-Chipsätze ohne integrierte Grafik ein.

In den vergangenen Jahren wurden zunehmend auch Low-Power-Lösungen und applikationsspezifisch zugeschnittene Designs auf x86-Basis umgesetzt. Möglich wurde dies durch das ständig verbesserte Performance-pro-Watt-Verhältnis und die reduzierte Stellfläche neuer Embedded-x86-Plattformen, die sich damit gut in kleine Designs einfügen und so den restriktiven Anforderungen von Embedded-Systemen entsprechen.

x86-Prozessortechnik auch für Systeme ohne Grafikschnittstelle

Damit ist x86-Technik in der Lage, immer tiefer auch in Applikationen und Segmente einzudringen, die bisher von anderen Prozessortechniken dominiert wurden. Sie bietet eigentlich alle Voraussetzungen, um ihre Stärken auch in Headless-Systemdesigns, die keine Grafikschnittstelle zum Anschluss von Displays benötigen, auszuspielen.

Ergänzendes zum Thema
 
APU oder Headless-Variante ohne Grafik?

Bild 1: Mit einer Fläche von 361 mm² sind die Prozessoren der AMD Embedded G-Series platzsparend
Bild 1: Mit einer Fläche von 361 mm² sind die Prozessoren der AMD Embedded G-Series platzsparend

Ein Beispiel ist das Segment der industriellen Automatisierung, das bisher von konventionellen Speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) dominiert wurde. Diese Geräte bieten für gewöhnlich keine direkte Grafikfunktion für die Benutzerschnittstelle. Sie sind häufig mit verschiedenen Sensoren und Aktoren verbunden, beispielsweise in Motion-Control-Applikationen, in Förderbändern sowie anderen industriellen Anwendungen.

In diesem Bereich kann eine x86-basierte Soft-SPS zusammen mit der Anbindung von Connected Devices Mehrwerte bieten, die sich am besten mit den Begriffen „Offenheit“ und „Bedienkomfort“ zusammenfassen lassen: Damit ist es möglich, über einen Webbrowser, auf Embedded-Einrichtungen im gesamten Fabriknetzwerk per Fernkonfiguration und Fernüberwachung von jedem Ort der Welt aus zuzugreifen.

Headless-Applikationen für Small-Form-Factor-(SFF)Embedded-Systeme

Nutzen OEMs eine x86-Plattform für diese Geräte, profitieren sie vom umfassenden x86-Ecosystem mit einem Angebot an Software, Werkzeugen und Compilern. Die Tatsache, dass zudem viele Entwickler mit der x86-Infrastruktur vertraut sind, trägt zusätzlich zu einer verbesserten Effizienz bei der Applikationsentwicklung bei.

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