Serie CompactPCI Serial, Teil 69
Legacy-Schnittstellen-Konzept für CompactPCI Serial
28.06.2011 | Autor: Barbara Schmitz *
Während der steigende Bedarf an Geschwindigkeit und Bandbreite auf der Datenautobahn zu neuen Systemlösungen wie CompactPCI Serial führt, werden gleichzeitig viele Anwendungen für längere Zeit auch auf herkömmliche serielle Kommunikation über UART- und Feldbus-Schnittstellen angewiesen sein.
Entsprechende COM-Ports sind im Moment noch in den einschlägigen CPU-Chipsätzen vorhanden und werden zum Teil an den Frontplatten von Single-Board-Computern für CompactPCI Serial (oder auch CompactPCI PlusIO) herausgeführt. Dennoch mag die Anzahl der verfügbaren UARTs nicht immer ausreichend sein und Feldbus-Anbindungen gehören ohnehin nicht unbedingt zum Standard-Repertoire jedes CPU-Herstellers.
Die CompactPCI-Serial-Peripheriekarte G215 kann hier zur Vervollständigung des Gesamtsystems beitragen. Auf den ersten Blick bekommt man auf einer 8TE-Frontplatte zusätzliche zwei UARTs, zwei CAN-Schnittstellen und eine binäre 8-Kanal-Schnittstelle. Da diese Erweiterungskarte jedoch flexibel und kostengünstig an möglichst vielfältige Anforderungen anpassbar sein soll, verfügt sie über ein frei konfigurierbares FPGA, das nahezu unbegrenzte Optionen bietet.
So werden neben – wahlweise galvanisch getrennten – RS232-, RS422-, RS485-UARTs im Voll-Duplex-, Halb-Duplex- oder HDLC-Modus auch Feldbusse wie CAN, InterBus-S oder der Fahrzeugbus IBIS unterstützt. Da mit dem Cyclone IV ein neues, leistungsstarkes FPGA von Altera zum Einsatz kommt, sind auch Anwendungen mit Nios-Softcore, also eigener Intelligenz denkbar.
Acht SA-Adapter auf einer 12TE-Frontplatte
Die Leitungsphysik wird individuell für jeden Kanal mit SA-Adaptern realisiert. Mechanisch können maximal acht SA-Adapter auf einer bis zu 12TE breiten Frontplatte montiert werden – beispielsweise zur Realisierung einer CAN-Karte mit acht Ports.
Ein weiterer Vorteil dieser auf IP-Cores basierenden Lösung ist die unbegrenzte Verfügbarkeit der einmal definierten Funktionalität. Die teilweise unberechenbare Abkündigungspolitik für PC-Komponenten wird mit der IP im FPGA umgangen.
Als CompactPCI-Serial-Karte bietet die G215 außerdem den Vorteil der schnellen Kommunikation des FPGAs über PCI Express an der Backplane zur Host-CPU. Die direkte Anbindung des Cyclone-IV-Bausteins zur Backplane erlaubt zudem die kundenspezifische Herausführung von FPGA-Funktionen auf Rear-I/O. Die G215 wurde für den Einsatz in rauer Umgebung entwickelt und ausschließlich mit aufgelöteten Komponenten für eine Betriebstemperatur von -40 bis 85 °C ausgestattet.
* Barbara Schmitz ... ist Chief Marketing Officer bei MEN Mikro Elektronik, Nürnberg.
Redakteur: Holger Heller
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Embedded Computing
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