Serie CompactPCI Serial, Teil 68
Ethernet-Switch-Funktionalität für CompactPCI Serial
16.03.2011 | Autor: Barbara Schmitz *
Ethernet als Kommunikationsmedium ist neben PCI Express, SATA und USB der vielleicht wichtigste Baustein der CompactPCI-Serial-Spezifikation.
Ethernet ist zu günstigen Einstandskosten zu bekommen, gut etabliert, zukunftsoffen, vielseitig und einfach zu handhaben. Es erlaubt den Aufbau von Systemen ohne aufwändige Switch- und Bridge-Technologie.
Ethernet-Schnittstellenkarten (wie die G211 von MEN) erweitern die Anzahl der verfügbaren Ports der System-Slot-CPU nach außen auf einem separaten Slot. Die Verbindung erfolgt über PCI Express auf dem P1-Stecker. Ethernet-Mezzaninkarten (wie die GM1 von MEN) sind direkt auf der System-Slot-CPU untergebracht und bringen bis zu acht Ethernet-Anschlüsse auf dem für Ethernet vorgesehenen P6-Steckverbinder auf die Backplane.
Sie dienen der Kommunikation mit (intelligenten) Peripherie-Slot-Karten in Stern- oder Mesh-Architektur. Weitere Möglichkeiten bieten Switch-Karten. Mit einem Ethernet-Switch im System-Slot lassen sich – wiederum über Stecker P6 – beispielsweise Multicomputer mit CPU-Karten in den Peripherie-Slots aufbauen. Ein Switch im Peripherie-Slot (wie der G301 von MEN) bringt dagegen die typischen Eigenschaften für die Vernetzung externer Geräte mit – ohne Software-Aufwand.
Power over Ethernet für bis zu vier externe Geräte
Dieser G301 verfügt über vier Gigabit-Ports an der Frontplatte, die sowohl in RJ45- als auch in M12-Ausführung nur einen Steckplatz im System benötigen. Der fünfte Port ist über PCI Express mit der System-Slot-CPU verbunden. Ein optionaler sechster Port liegt auf dem „Ethernet-Stecker“ P6 und kann dazu verwendet werden, interne mit externen Kommunikationsstrukturen zu verbinden.
Alle vier frontseitigen Anschlüsse unterstützen Power over Ethernet (PoE) und sind als Power Source Equipment (PSE) in der Lage, bis zu vier externe Geräte gleichzeitig gemäß Class 1 (4 Watt) und Class 2 (7 Watt) zu versorgen. G301 ist ein "unmanaged" Switch, das heißt er wird von anderen CompactPCI-Serial-Karten nicht erkannt und benötigt damit keine eigene Software. „Fixed managed“-Konfigurationen können optional im EEPROM hinterlegt werden.
* Barbara Schmitz ... ist Chief Marketing Officer bei MEN Mikro Elektronik, Nürnberg.
Redakteur: Holger Heller
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erstellt am 21.03.2011 um 14:59 von Unregistriert