Schnelles Ethernet
10-Gbit-Technologie ist Ready to Go
03.09.2010 | Autor: Christoph Neumann, Dr. Stephan Rupp*
Schnelles Ethernet vereinfacht die Strukturen von Computersystemen. Eine einzelne 10G-Leitung kann den Betrieb ganzer Cluster und die Highspeed-Kommunikation zur Außenwelt übernehmen. Ressourcen, einschließlich der Netzwerk-Schnittstellen, lassen sich über Virtualisierung zuweisen. Welche 10G-Technologie ist nun die richtige für Embedded-Systeme?
Seit mehr als 25 Jahren hat Ethernet seine Anpassungsfähigkeiten unter Beweis gestellt und auf die wachsenden Anforderungen in den Computernetzwerken reagiert. 10G-Ethernet stellt nun den nächsten evolutionären Schritt dar, der auch zur Vereinfachung komplexer Computersysteme beiträgt. Dank diverser x-over-Ethernet-Protokolle können unterschiedliche Applikationen auf einer einzigen Technologieplattform implementiert werden. Dies hilft, Entwicklungsaufwand zu reduzieren, was wiederum die Time-to-Market minimiert und die Interoperabilität erhöht.
In IT-Server-Infrastrukturen sowie in Embedded-Systemen wird Virtualisierung vermehrt dazu genutzt, mehrere virtuelle Maschinen gleichzeitig auf derselben Hardware laufen zu lassen. Mit gängigen Netzwerkkarten (NIC) können die einzelnen Ethernet-Ports jedoch nicht so einfach auf die parallel laufenden VMs aufgeteilt werden. Üblich ist es, die einzelnen Ethernet Ports den jeweiligen VMs fest zuzuweisen (Bild 1).
Diese Lösung funktioniert zwar bei einer überschaubaren Zahl an VMs und bei ausreichender Menge an Ethernet-Ports, doch sobald die Zahl der VMs steigt, offenbaren sich enorme Nachteile: Zum einen sollte die Zahl der Netzwerkschnittstellen der Anzahl der VMs entsprechen. Das führt zu zusätzlichen Kosten, größerem Platzbedarf und Verkabelungsaufwand und erhöhtem Konfigurations- und Wartungsaufwand.
Zudem muss entweder der Hypervisor den Datenverkehr zwischen den einzelnen VMs regeln, wodurch er zu einem Multi-Port Ethernet Switch mutiert, oder der Datenstrom zwischen den VMs muss über externe Netzwerk-Schnittstellen geleitet werden.
Virtualisierung forciert 10G
10G NICs hingegen unterstützen bereits die Virtualisierung und lösen viele Probleme inklusive der gemeinsamen Nutzung der 10G Ethernet Ports ohne auf Link-Aggregation zurückgreifen zu müssen. Am wichtigsten ist jedoch, dass der Datenverkehr zwischen den VMs innerhalb des NICs geregelt wird, ohne den Hypervisor zu belasten.
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