Assistenzsysteme

Wie sich mit Eco-Telematik das Autofahren sicherer und umweltschonender machen lässt

30.04.2010 | Autor / Redakteur: Sarah Meixner* / Thomas Kuther

Mithilfe von Telematik-Anwendungen wird das Navigationsystem zu einem umfassenden Ratgeber und kann beispielsweise Verkehr, Wetter sowie aktuelle Tankfüllung bei der Routenplanung berücksichtigen (Quelle: Siemens)

Es ist die Technik, die begeistert: 90 Prozent aller Innovationen im Automobil betreffen heutzutage die Elektronik – und ausgeklügelte Eco-Telematik-Lösungen gehören dazu. Ihr größter Vorteil: Sie helfen, bewusster, durchdachter und auch sicherer zu fahren – und ermöglichen es somit, Benzin zu sparen sowie die Nerven der Autofahrer und die Umwelt zu schonen.

Die Hauptaufgabe von Telematik-Systemen besteht darin, Informationen über Fahrzeug, Fahrer und Strecke zu sammeln und für verschiedene Anwendungen aufzubereiten. Genutzt werden dafür sowohl Messdaten von Sensoren, wie beispielsweise dem Drehzahlmesser, oder gespeicherte Informationen, etwa aus dem Kartenmaterial des Navigationsgerätes. Hinzu kommen externe Daten wie Wetter- oder Verkehrsberichte. All diese Informationen zu Strecke, Wetterlage und Verkehrsaufkommen sind von immenser Bedeutung, denn liegen sie rechtzeitig vor, so können die Fahrer entsprechend reagieren.

Eco-Telematics erhöht die Fahrsicherheit

Neben wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen erhöht Eco-Telematics zudem die Fahrsicherheit. Denn mithilfe vorrausschauender Informationen lassen sich Wetterverhältnisse besser einschätzen, heikle Verkehrssituationen von vornherein umfahren und geografische Unfallschwerpunkte wie scharfe Kurven früh erkennen.

Ökonomisches Fahren als kosteneffizienteste Klimaschutzmaßnahme

Herstellern und Zulieferern mangelt es derzeit nicht an den dafür notwendigen modernen Mess-, Steuer- und Informationssystemen. Vielmehr macht ihnen die aufwändige Verknüpfung der Daten zu schaffen. Bei der übergreifenden Integration ökologischer Telematik-Lösungen in der Automotive-Branche weisen Dienstleister wie Siemens IT Solutions and Services den Weg.

Die Ergebnisse einer aktuellen ADAC-Studie verdeutlichen die Notwendigkeit derartiger Systeme: Laut den Verkehrsexperten steht jeder Autofahrer durchschnittlich 65 Stunden pro Jahr im Stau, wobei insgesamt 14 Mrd. Liter Benzin nutzlos in die Luft geblasen werden. Die gesamten Staukosten schätzt der Verband auf zirka 100 Mrd. € jährlich. Die durch Eco-Telematik-Systeme in Fahrzeugen möglichen Einsparungen sind beachtlich, wie verschiedene auf der Telematic 2008 in München vorgestellte Herstellerstudien belegen. So ergab eine Untersuchung der Firma Blaupunkt, dass Telematik-Systeme, die Verkehr und Geografie bei der Streckenplanung berücksichtigen, zwischen 5 und 10% Sprit sparen. Der Hersteller Fiat ermittelte sogar bis zu 15% Spriteinsparungen, Nissan kam auf stolze 18%.

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