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Serie CompactPCI Plus, Teil 34

Aufzeichnung von Bilddaten einer mobilen Kamera mit CompactPCI PlusIO

 

19.02.2010 | Redakteur: Holger Heller

 

Für Luftbildaufnahmen werden mobile Kameras im Rumpf von Flugzeugen installiert. Für die schnelle Übertragung der großen Datenmengen ist ein PICMG-2.30-System prädestiniert, da u.a. bis zu vier PCI-Express-Leitungen standardisiert an der Backplane zur Verfügung stehen.


Luftbildaufnahme von Hamburg (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Luftbildfotografie)
Luftbildaufnahme von Hamburg (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Luftbildfotografie)
CompactPCI-Systeme sind flexibel dank ihres modularen Aufbaus und robust dank ihrer 19“-Technik. Doch auch in rauer Umgebung – einem typischen Einsatzgebiet für CompactPCI – fallen immer größere Datenmengen an, die dann noch möglichst schnell übertragen werden sollen. Daher wurde die herkömmliche CompactPCI-Core-Spezifikation PICMG 2.0 um eine aufwärtskompatible Variante mit zusätzlichen seriellen Verbindungen über die Rückwandplatine erweitert: PICMG 2.30.
So geht es beispielsweise auch bei Kameraanwendungen um die schnelle Übertragung großer Datenmengen. Für Luftbildaufnahmen werden in dieser Anwendung Kameras im Rumpf von Flugzeugen installiert. Die Aufnahmen werden aus bis zu 5000 m Höhe geschossen und dienen z.B. zur Kartierung oder Gleisvermessung. Mit speziellen Filtern vor der Kamera können „unsichtbare“ Faktoren dokumentiert werden – so gibt etwa der sichtbar gemachte Chlorophyllgehalt eines Maisfeldes Auskunft über den Bedarf an auszubringendem Dünger.
Ein PICMG-2.30-System ist hier die ideale Lösung, da u.a. bis zu vier PCI-Express-Leitungen standardisiert an der Backplane zur Verfügung stehen. Sie werden in diesem Fall zum Anschluss von zwei XMC-Modulen genutzt, die auf separaten Trägerkarten im CompactPCI-PlusIO-System stecken. Das eine XMC dient hierbei der Realisierung eines SATA-RAIDs in Hardware, das andere XMC ist ein Fiber-Optic-Modul zum Transport der Daten.
Attraktiv ist der Einsatz eines CompactPCI-PlusIO-Systems auch deshalb, weil es sich um eine Anwendung im Umfeld „mission-critical“ handelt: Einerseits muss die Überprüfung der Kameradaten aus Kostengründen bereits in der Luft erfolgen, da die Flüge nur bei schönem Wetter stattfinden können. Dazu muss das System jederzeit zuverlässig funktionsfähig sein. Andererseits ist die Elektronik härteren Umgebungsbedingungen hinsichtlich Temperatur, Feuchte, Stoß und Vibration ausgesetzt.
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