Serie CompactPCI Plus, Teil 22

Ethernet-Standards bei CompactPCI PlusIO

05.10.2009 | Autor / Redakteur: Manfred Schmitz, MEN Mikro Elektronik / Holger Heller

Über Ethernet gekoppeltes, 3-fach-redundantes CompactPCI-System basierend auf PICMG 2.30

CompactPCI PlusIO – PICMG 2.30 – ermöglicht es, insgesamt zwei Ethernet-Schnittstellen auf die Backplane zu führen. Wie bei PICMG 2.16 basiert Ethernet hierbei auf den IEEE802-Standards für Kupferkabel. Bewusst hat sich die Arbeitsgruppe gegen spezielle Standards für Backplanes entschieden wie diese noch bei AdvancedTCA oder MicroTCA benutzt wurden.

Diese speziellen Standards – 1000BASE-BX (1 GBit/s) und 10GBASEBX4 (10 GBit/s) – verwenden zwei bzw. acht differenzielle Paare zur Übertragung und benötigen hierfür spezielle PHYs (der PHY ist der Interface-Baustein zwischen dem eigentlichen Ethernet-Controller und dem Übertragungsmedium). In der Regel sind Ethernet-Verbindungen bei AdvancedTCA oder MicroTCA redundant ausgeführt.

PICMG 2.30, CompactPCI PlusIO hingegen benutzt die gebräuchlichen „Base-T“-Standards, also 10Base-T, 100Base-T, 1000Base-T und 10GBase-T. Diese basieren auf vier differenziellen Verbindungspaaren. Neben induktiver Kopplung ist auch die einfache kapazitive Kopplung möglich. Die Standards sind ohne Software-Aufwand untereinander interoperabel (Auto-Negotiation).

Fehlertoleranz und Diagnose-Fähigkeit

Ab 1000Base-T ist in der Regel bereits Fehlertoleranz innerhalb einer Verbindung gegeben. So bauen beispielsweise moderne 1000Base-T-PHYs bei einer Störung eines Adernpaars zumindest eine 100Base-T-Verbindung auf. Die Diagnose-Fähigkeit von „Base-T“-PHY‘s lässt kaum Wünsche offen.

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