02.06.2009 | Autor / Redakteur: Manfred Schmitz, MEN Mikro Elektronik / Holger Heller
PICMG CPLUS.0 (CompactPCI Plus) unterstützt für Ethernet eine Full-Mesh-Architektur. Als Full-Mesh (vollständige Vernetzung) bezeichnet man eine Verdrahtung auf der Backplane, bei der jeder Steckplatz mit allen anderen Steckplätzen dediziert verbunden ist. CompactPCI Plus unterstützt einen System-Slot und acht Peripherie-Slots. Jeder dieser neun Slots ist auf der Backplane mit allen acht anderen Steckplätzen verbunden.
Ethernet hat sich als das Interface für Mehrcomputersysteme durchgesetzt. Da sich bei CompactPCI Plus eine System-Slot-CPU problemlos auch als Peripherie-Board nutzen lässt, ist der Aufbau von modularen Systemen denkbar einfach. Alle CPU-Boards kommunizieren untereinander per Ethernet. Da es sich um Punkt-zu-Punkt-Verbindungen handelt, wird kein Switch-Board benötigt. Auch sonst sind keine Infrastruktur und keine spezielle Konfiguration erforderlich.
Als Ethernet-Interface setzt CompactPCI Plus auf kupfergebundene Standards (10, 100, 1000, 1G, 10GBaseT). Diese Standards bieten gegenüber speziellen Ethernet-Backplane-Standards wichtige Vorteile:
- Interoperabilität durch Auto-Negotiation auch bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten,
- Unterstützung von Standard-Ethernet-Chips,
- Teilweise bereits im Chipsatz integrierte Ethernet-Controller,
- Äußerst robust und fehlertolerant,
- Rückwirkungsfreiheit der Boards im Fehlerfall wegen induktiver bzw. kapazitiver Kopplung,
- Einfache Erweiterbarkeit bei mehr als neun Steckplätzen auch zwischen Baugruppenträgern,
- Standard-Ethernet-Switches können optional eingesetzt werden.
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