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Serie CompactPCI Plus, Teil 7

Standard-Backplanes für CompactPCI PlusIO und CPlus

 

02.04.2009 | Autor: Andreas Lenkisch, Schroff

 

PICMG 2.30 ist eine Erweiterung der CompactPCI-Spezifikation PICMG 2.0 und befindet sich derzeit in der Abstimmungsrunde bei der PICMG. CompactPCI PlusIO erweitert CompactPCI, um einen weichen Migrationspfad zu der nur noch auf seriellen Protokollen basierenden Spezifikation CompactPCI Plus (PICMG Cplus.0) zu schaffen.


Bild 1: 4&4-Slot
Bild 1: 4&4-Slot
Die bei CompactPCI nicht vorhandenen seriellen Schnittstellen wie PCI Express, SATA, USB und Ethernet werden von einer CompactPCI PlusIO (PICMG 2.30) CPU auf den benutzerdefinierten Pins des P2-Steckverbinders eines 32-Bit-CPU-Boards bereitgestellt. Von dort verbindet eine nach CompactPCI PlusIO designte Hybrid-Backplane diese Signale auf periphere CompactPCI-Plus-Steckplätze.
Bild 2: 1&3&2-Slot Der P2-Steckverbinder des CPU-Boards ist steckkompatibel mit dem bisherigen aus der hard-metrischen Serie. Damit kann die CompactPCI PlusIO CPU sowohl in bisherigen 32-Bit-CompactPCI-Systemen eingesetzt werden, als auch neue CompactPCI-Plus-Systeme unterstützen.
An der Spezifikation mitarbeitende Systemhersteller werden einige typische Konfigurationen als Standard-Backplane bzw. als Standardsystem ab Lager anbieten. Je nach Anwendungsfall werden sicherlich weitere Konfigurationen als Standardprodukt dazukommen, um auch für kleine Projekte eine Basis zu schaffen. Im nächsten Schritt werden „reine“ CompactPCI-Plus-Backplanes und Systeme definiert.
Bild 3: CPlus Die Grafiken verdeutlichen die bereits existierenden bzw. für die nächste Zukunft geplanten Konfigurationen:
- eine Hybridbackplane mit vier CompactPCI- und vier peripheren CompactPCI-Plus-Steckplätzen (Bild 1),
- eine Hybridbackplane mit drei CompactPCI- und zwei peripheren CompactPCI-Plus-Steckplätzen sowie einem Steckplatz für ein CompactPCI-Netzteil (nach PICMG 2.11 mit P47-Steckverbinder) (Bild 2),
- eine reine CompactPCI-Plus-Backplane mit neun Steckplätzen (Bild 3) und
- eine reine CompactPCI-Plus-Backplane mit ca. 3 bis 5 Steckplätzen (noch im Planungsstadium) (Bild 3).
Bild 4: 3&3-Slot Doppel-CPUs mit Sideboard oder Mezzanine Expansion Modul für CompactPCI Plus, die den alten parallelen Bus sowie die neue Architektur auf separaten Steckplätzen unterstützen, benötigen keine speziellen Backplanes. Es können beliebige Konfigurationen aus lagerhaltigen Einzel-CPCI- und CPlus-Backplanes in jeder Kombination von Steckplätzen zusammengesetzt werden (Bild 4).
Links kann eine Backplane mit 1 bis 8 CompactPCI-Steckplätzen angeordnet sein, rechts eine Backplane nach CompactPCI Plus mit 1 bis 9 Steckplätzen. Mit Power Backplanes von 1 bis 4 Steckplätzen kann die Konfiguration für kleine Stückzahlen abgerundet werden. Für Projekte in größerer Stückzahl wird es kaufmännisch sinnvoll sein, eine spezielle, monolithische, projektbezogene Backplane zu designen.
Redakteur: Holger Heller
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