Serie CompactPCI Plus, Teil 5
CompactPCI Plus und Rear I/O
05.03.2009 | Autor: Andreas Lenkisch, Schroff
CompactPCI Plus als neues Normierungsvorhaben der PICMG definiert eine Nachfolge-Architektur für den CompactPCI-Bus.
Schwerpunkte der Entwicklung sind:
- die Einführung serieller Schnittstellen, die aktuell von den Chipsätzen bereitgestellt werden, wie PCIe, USB, SATA und Ethernet;
- die Entwicklung einer kostengünstigen Architektur, die auch bisherigen IPC-Anwendern die Tür zur modularen und robusten Welt öffnet;
- die Gestaltung einer flexiblen Architektur, die für unterschiedliche Anwendungen die passende Infrastruktur ohne Kostenmehraufwand bereitstellt und
- die Erhaltung des CompactPCI-Ecosystems durch Schaffung eines weichen Migrationspfades von CompactPCI zu CompactPCI Plus.
CompactPCI Plus unterstützt natürlich auch Rear I/O. Der periphere CompactPCI-Plus-Slot benötigt nur noch einen kleinen Steckverbinder mit sechs Kontaktreihen für Versorgung und Signale. Der restliche Teil der Einfach-Europakarte bleibt für anwenderdefinierte I/Os frei und bietet 128 differenzielle Kontaktpaare bzw. 384 Kontakte insgesamt. Das ist deutlich mehr als bei 32-Bit-CompactPCI.
Bei 6U-Systemen mit Doppel-Europakarten bleibt wie bei CompactPCI der gesamte obere Teil der Europakarte für anwenderdefinierte I/Os frei. Die geplante Lösung weist aber deutliche Vorteile auf: Während bei CompactPCI beide Boards (front und rear) über die Backplane miteinander verbunden wurden, werden mit der neuen Architektur beide Boards direkt ineinander gesteckt.Es entfallen sowohl eine hochlagige Backplane im I/O-Bereich als und auch die Übergabe-Steckverbinder darauf. Das spart Kosten und macht das System flexibler. Es gibt keinen festgelegten Steckverbinder – er kann frei nach technischen und kaufmännischen Gesichtspunkten gewählt werden. Mechanisch bleibt alles beim Alten, es kann weiterhin aus dem großen Baukasten der 19“-Technologie geschöpft werden.
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