Nachwuchsförderung

Elektrotechnik live – Studenten der FH Düsseldorf besuchen Ormazabal

| Redakteur: David Franz

Dr. Ulrich Micke gibt den Studenten Einblicke in die Entstehung der Mittelspannungsschaltanlagen.
Dr. Ulrich Micke gibt den Studenten Einblicke in die Entstehung der Mittelspannungsschaltanlagen. (Bild: Ormazabal)

Studenten der Elektrotechnik und des Wirtschaftsingenieurswesens besuchten im Rahmen des Ormazabal-Studientags das Elektrounternehmen und informierten sich, wie ihr späterer Arbeitsplatz aussehen könnte.

Es ist der bisher heißeste Tag des Jahres in Krefeld und auch bei Ormazabal sprühen die Funken. 18 Studenten der Fachhochschule Düsseldorf stehen vor dem Hochspannungsmessfeld im Prüflabor des Unternehmens für Mittelspannungsschaltanlagen und beobachten, wie Hochspannung auf eine Glasscheibe geleitet wird.

Zuvor haben die Nachwuchskräfte bereits die Fertigung kennengelernt und die Entstehung der Schaltanlagen vom Biegen des Bleches über die Montage der einzelnen Bauteile bis zur Endprüfung und Verpackung verfolgt. So erleben die Studenten der Elektrotechnik und des Wirtschaftsingenieurswesens, wie ihr späterer Arbeitsplatz aussehen könnte.

In Zeiten des Fachkräftemangels, den laut der aktuellen Ingenieurumfrage des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) rund 50 Prozent der befragten Unternehmen wahrnehmen, sind für engagierte Arbeitgeber Aktionen wie diese wichtig, um frühzeitig den Kontakt zu hochqualifizierten Absolventen aufzunehmen und sie in ein attraktives Arbeitsumfeld einzuführen.

Ormazabal ist aktiv in der Nachwuchsförderung und begrüßt die Studenten an seinem modernen Produktionsstandort mit Showroom am Niederrhein. Mehrere Mitarbeiter des Unternehmens nehmen die Studentengruppe herzlich in Empfang.

„Die Energiewende müssen Sie alle meistern“, sagt Dr. Ulrich Micke, New Business Manager Ormazabal Deutschland, in seiner Begrüßungsrede. Die damit verbundenen Umbrüche in der Netzinfrastruktur sind eine Herausforderung, der sich Unternehmen und Mitarbeiter in den kommenden Jahren stellen müssen. Dessen sind sich auch die Studenten bewusst, die besonders die erneuerbaren Energien als interessantes Arbeitsfeld ansehen.

„In Zeiten der Energiewende wird es immer spannender zu sehen, wie wir mit unseren Netzen in Zukunft umgehen und wie wir die regenerativen Energien in unsere Netze bringen. Da sind Schaltanlagen natürlich ein großes Thema“, sagt Tim Hippler, Student des Wirtschaftsingenieurwesens mit der Fachrichtung Elektrotechnik.

Langwierige Suche nach Arbeitskräften

Tim Hippler ist einer von 18 Studenten der FH Düsseldorf, die am Studientag von Ormazabal teilnehmen. Die zukünftigen Absolventen des Wirtschaftsingenieurswesens und der Elektrotechnik sind als Arbeitskräfte gefragt.

In der deutschen Elektroindustrie sind laut ZVEI Branchendaten 2012 Umsätze von mehr als 170 Milliarden Euro erzielt worden, rund 840.000 Beschäftigte sind in diesem Zweig tätig. Laut der Studie „Engpassanalyse 2013“ des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) herrscht jedoch bei etwa 50 Prozent der Berufe im Bereich Energie und Elektro zurzeit ein Bewerbermangel. Die Suche nach geeigneten Mitarbeitern kostet die Unternehmen deutlich mehr Aufwand als noch vor einigen Jahren.

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