Bargeldabschaffung

Krieg dem Bargeld – warum soll es verschwinden?

29.02.16 | Autor / Redakteur: Prof. Dr. Gerald Mann * / Johann Wiesböck

EMS-Tag: In diesem Jahr ist Prof. Dr. Gerald H. Mann am 23. Juni zum dritten Mal Referent in Würzburg mit dem Thema „Kein Bargeld mehr – keine Freiheit mehr?“
EMS-Tag: In diesem Jahr ist Prof. Dr. Gerald H. Mann am 23. Juni zum dritten Mal Referent in Würzburg mit dem Thema „Kein Bargeld mehr – keine Freiheit mehr?“ (Bild: VBM-Archiv)

Im „Krieg gegen das Bargeld“ werden ökonomische wie nicht-ökonomische Gründe aufgeführt. Prof. Dr. Gerald Mann erklärt diese und warnt vor dem Angriff auf die „informationelle Selbstbestimmung“.

Im November 2014 hielt der bekannte US-Ökonom Kenneth Rogoff auf Einladung von ifo-Präsident Hans-Werner Sinn einen Vortrag an der Ludwig-Maximilians-Universität München, in dem er sich sehr nachdrücklich für die Abschaffung des Bargeldes aussprach. In seiner Präsentation zeigte er ein Bild von einem Raum voll gestapelt mit in Folie eingeschweißten Dollarnoten, auf denen Handfeuerwaffen lagen – entdeckt bei der Verhaftung eines mexikanischen Drogenbarons. Von einigen Teilnehmern wurde dies als eine sehr suggestive bis manipulative Darstellung empfunden.

Meinem ebenfalls anwesenden Co-Autor Ulrich Horstmann und mir wurde dadurch klar, dass die Abschaffung des Bargeldes ein sehr relevantes Thema wird, zumal mit Bill Clintons Finanzminister Larry Summers ein weiterer bekannter US-Ökonom in die gleiche Kerbe schlägt. Das war der Startschuss zu unserm Sachbuch Bargeldverbot (ISBN-10: 3898799336, ISBN-13: 978-3898799331), das im Juni 2015 im Finanzbuchverlag (FBV) erschienen ist.

Ergänzendes zum Thema
 
Treffen Sie Prof. Dr. Gerald H. Mann auf dem EMS-Tag 2016 in Würzburg

Von den deutschen Ökonomen hat sich der Würzburger Peter Bofinger für die Abschaffung des Bargeldes ausgesprochen: „Bei den heutigen technischen Möglichkeiten sind Münzen und Geldscheine tatsächlich ein Anachronismus“. Die Deutsche Bundesbank hingegen steht zum Bargeld. Aber ihre Bedenken zum Euro wurden in den 90er Jahren von der Politik letztlich auch zielorientiert überhört. Wird es diesmal anders sein? Etwas Hoffnung gibt ein Beschluss der CSU und Bestrebungen in der FDP, die sich klar für die Beibehaltung des Bargeldes aussprechen.

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Wie bitte soll man dann noch einen ehrlichen Schwarzarbeiter bezahlen?  lesen
posted am 24.06.2016 um 12:53 von Unregistriert


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