Solarbranche

So viel Solarstrom wie nie – eine Chance für die Solarbranche?

08.02.12 | Redakteur: Hendrik Härter

Gute Aussichten für die Solarbranche: 2011 konnte die Solarenergie die Wasserkraft überholen
Gute Aussichten für die Solarbranche: 2011 konnte die Solarenergie die Wasserkraft überholen

2011 betrug der Zubau in der Photovoltaik in Deutschland 7,5 GW. Das war ein neuer Rekord. Die Solarstromproduktion soll in den nächsten Jahren weiter zulegen und die neue Niederspannungsrichtlinie wird das Wachstum weiter befeuern.

Ganz im Zeichen der Rekorde: Für die weltweite Solarbranche war das Jahr 2011 ein Rekordjahr. Der Ausbau der neu installierten Photovoltaik-Leistung erreichte Höchstwerte.

In Deutschland hat die Solarenergie die Wasserkraft bereits überholt. Die Stromproduktion erreichte im Jahr 2011 18 Mrd. Kilowattstunden.

Jedoch hat die Branche immer noch mit der Netzintegration und der Energiespeicherung zu kämpfen. Auf der diesjährigen Intersolar in München sollen in der Sonderschau "PV Energy World" der aktuelle Stand der Technik vorgestellt sowie Maßnahmen und politische Rahmenbedingungen betrachtet werden.

2011 das Jahr der solaren Höchstleistungen

Mindestens 26,5 GW Leistung wurden weltweit an Solaranlagen im Jahr 2011 installiert. Allein in Deutschland betrug der Photovoltaik-Zubau etwa 7,5 GW und übertraf das bisherige Rekordjahr 2010. Insgesamt sind damit in Deutschland 24 GW installiert.

Nach Einschätzung des Bundesverband Solarwirtschaft Berlin wird die Solarstrom-Produktion allein in den nächsten vier Jahren um weitere 70% zulegen.

2016 könnten dann bereits sieben Prozent vom deutschen Strom-Mix aus PV-Anlagen stammen. Um diese Leistung in Zukunft optimal nutzen zu können, stehen die Netzstabilität, intelligente Lösungen für den Eigenverbrauch sowie effiziente und wirtschaftliche Speicher ganz oben auf der Tagesordnung der Branche.

Niederspannungsrichtlinie in Kraft – mehr PV-Anlagen installieren und in die Niederspannungsnetze integrieren

Mit den gestiegenen Anforderungen an die Infrastruktur entstehen neue Wertschöpfungspotenziale für die Industrie. Erst kürzlich wurden mit der letzten EEG-Novelle die Weichen für eine verbesserte Netzintegration der Photovoltaik gestellt.

Seit dem 1. Januar 2012 gilt die neue Niederspannungsrichtlinie, an deren Entwicklung die Wechselrichter-Hersteller maßgeblich beteiligt waren und entsprechende Lösungen zur integrierten Wirkleistungssteuerung entwickelt haben.

Mit dem neuen Standard können in Zukunft deutlich mehr PV-Anlagen installiert und in die Niederspannungsnetze integriert werden. Aber auch der Eigenverbrauch von Solarstrom und neue Speichertechnologien können in Zukunft die Netze entlasten und den Beitrag der Photovoltaik zur Stromversorgung weiter steigern.

Kleine, dezentrale Batteriespeicher sollen Eigenverbrauch optimieren

Effiziente, kleine, dezentrale Batteriespeicher können in Zukunft dazu beitragen, den Eigenverbrauch in Wohnhäusern zu optimieren. Für das Gewerbe und die Industrie mit sehr hohen verbrauchsabhängigen Stromkosten vor allem während des Tages sind deutliche Kosteneinsparungen über intelligente Komplettlösungen mit effektiven Speichertechnologien möglich.

Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig, denn fast alle Speichertypen eröffnen ein enormes Kostensenkungspotenzial, das den Einsatz von Stromspeichern zunehmend attraktiver machen wird. Die aktuelle Batterietechnik beispielsweise erfordert eine Investition von mindestens 15 Cent je kWh Speicherenergie, die bereitgestellt werden soll.

In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird im Zuge der Massenproduktion das Kostenniveau auf sieben bis zehn Cent je kWh gesenkt werden.

Die Intersolar Europe 2012 findet vom 13. bis 15. Juni auf der Neuen Messe München statt.

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Leider nein. Der Anstieg in der Erzeugung von Solarstrom ist nur auf die staatlich geförderte...  lesen
posted am 16.02.2012 um 10:55 von Unregistriert

24 GW peak ergeben bei 18 Mrd.kWh = 2 GW Dauerleistung  lesen
posted am 08.02.2012 um 18:16 von Unregistriert


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