Marktzugang

Autolobby protestiert in Peking gegen Elektroquote

14.07.17 | Autor / Redakteur: dpa / Franz Graser

Für die Autobauer wird der Zugang zum chinesischen Markt schwieriger, wenn die sogenannte Elektroquote ab dem kommenden Jahr in Kraft treten sollte. Demnach müssen ab 2018 acht Prozent der in China gebauten Autos Elektrofahrzeuge sein. In den Folgejahren soll der Prozentsatz dann weiter steigen.
Für die Autobauer wird der Zugang zum chinesischen Markt schwieriger, wenn die sogenannte Elektroquote ab dem kommenden Jahr in Kraft treten sollte. Demnach müssen ab 2018 acht Prozent der in China gebauten Autos Elektrofahrzeuge sein. In den Folgejahren soll der Prozentsatz dann weiter steigen. (Bild: gemeinfrei/Pixabay / CC0)

China hat Autobauern ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Schon im kommenden Jahr sollen acht Prozent der im Land gebauten Fahrzeuge E-Autos sein. Der globalen Autoindustrie geht das zu schnell. Sie protestiert mit einem Brief an Chinas Regierung.

Die vier größten Autoverbände der Welt haben in einem Brief an Chinas Industrieminister gegen die geplante Produktionsquote für E-Autos in China protestiert. Der Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, fordert unter anderem mehr Zeit für die Umsetzung der geplanten Quote und eine Abschwächung der geplanten Strafen.

Ansonsten werde es „große Störungen und Verlagerungen“ in der Autoindustrie geben, schreiben die Verbände der Autohersteller von Europa, den USA, Japan und Südkorea. Aus dem Brief hatte am Donnerstag zuerst die „Wirtschaftswoche“ zitiert.

Mit der Quote müssten ab kommendem Jahr acht Prozent der in China gebauten Autos Elektroautos sein. In den kommenden Jahren soll sie weiter angehoben werden. Die Vorschrift soll für chinesische und ausländische Autobauer gelten. Verstößt ein Autobauer dagegen, drohen dem Brief zufolge Strafen bis hin zu Produktions-Stilllegung und Importverbot für Nicht-Elektroautos. Diese Strafen seien „beispiellos in ihrer Schärfe“, protestieren die Autobauer.

Zudem sei das „ambitionierte“ Ziel, die Quote 2018 in Kraft zu setzen, „unmöglich einzuhalten“. Die Lobbyverbände forderten ein bis drei Jahre mehr Vorlaufzeit. Zudem sei es ungerecht, dass China die heimische E-Auto-Industrie subventioniere, während die ausländischen Hersteller die Quote aus eigener Kraft erfüllen müssten.

Nach Beschwerden der Autobauer und Verhandlungen mit der Bundesregierung sah es zuletzt so aus, als ob China die Quote um ein Jahr verschieben würde. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte auf seiner Chinareise Ende Mai verkündet, die chinesische Regierung sei zu einer Lockerung bereit. Der chinesische Gesetzentwurf ist aber bisher unverändert geblieben.

Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Brief äußern. VDA-Präsident Matthias Wissmann lehnte auch in seiner Funktion als Präsident des Weltverbands OICA eine Stellungnahme ab. VDA und OICA gehörten nicht zu den Unterzeichnern des Briefes, hieß es zur Begründung.

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Im Gegensatz zu uns, die wir mit großen blauen Augen (blauäugig) die Chinesen an allem was bei uns...  lesen
posted am 17.07.2017 um 10:57 von Unregistriert

Ein Protest gegen China bringt gar nichts! Wir sollten endlich einmal verstehen, wie die Chinesen...  lesen
posted am 14.07.2017 um 15:48 von Unregistriert

China ist nicht Deutschland und nicht Japan oder die USA! Wenn es einem nicht passt, können die...  lesen
posted am 14.07.2017 um 12:52 von Unregistriert

Europa, USA, Japan, Südkorea? Von einem Protest chinesischer Hersteller lese ich da nichts. Von...  lesen
posted am 14.07.2017 um 09:51 von Olaf Barheine


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