Drahtlose Ladestation für Tauchroboter entwickelt

| Redakteur: Sariana Kunze

Unbemannte U-Boote schneller aufladen: Die US-Navy arbeitet für ihre Tauchroboter, sogenannte Unmanned Undersea Vehicles (UUV), an einer drahtlosen Unterwasser-Ladestation.
Unbemannte U-Boote schneller aufladen: Die US-Navy arbeitet für ihre Tauchroboter, sogenannte Unmanned Undersea Vehicles (UUV), an einer drahtlosen Unterwasser-Ladestation. (Bild: US-Navy)

Die US-Navy hat die drahtlose Ladetechnik für sich entdeckt - unter Wasser. Die Amerikaner arbeiten an einer induktiven Ladestation auf dem Meeresgrund, um ihre unbemannten Unterwasserfahrzeuge schneller und während einer Mission aufladen zu können.

Die drahtlose Ladetechnik, auch bekannt als induktive Ladetechnik, ist beispielsweise bei Smartphones und Tablets schon weit verbreitet. In der Ladestation sitzt eine flache Spule, Primärspule genannt, durch die hochfrequenter Wechselstrom fließt. Im Gerät ist ebenfalls eine flache Spule eingebaut, die Sekundärspule. Sie fängt die von der Primärspule abgegebene Energie ein und leitet sie über Regler und Gleichrichter in den Akku. Auch für die Elektromobilität arbeiten Ingenieure an einer optimalen drahtlosen Energieübertragung.

Jetzt hat die US-Navy diese Art der Ladetechnik für sich entdeckt. Doch das Militär will noch einen Schritt weiter gehen. Sie wollen ihre unbemannten Tauchroboter mit einer Ladestation auf dem Meeresgrund drahtlos aufladen.

Mit induktiver Ladetechnik werden US-Navy-Missionen effizienter

Die US-Marine hat ihre Unmanned Undersea Vehicles (UUV), unbemannte torpedo-förmige Roboter, für eine Vielzahl von Aufgaben entwickelt, dazu zählen Aufklärung, Minenjagd, Ozeanboden-Kartierung und Anti-U-Boot-Kriegsführung. Diese Unterwasser-Roboter der Navy werden elektrisch angetrieben. Dadurch können sie sich ruhig und in großer Entfernung vom Mutterschiff fortbewegen. Das einzige Manko: Unterwasser ist es für einen schwimmenden Roboter sehr schwierig sich in eine Ladestation zu manövrieren.

Aus diesem Grund müssen die UUVs ihre Missionen immer unterbrechen und zur Basis zurückkehren, um manuell an eine Ladestation angedockt zu werden. Dieses Problems hat sich das Space and Naval Warfare Systems Center Pacific (SSC Pacific), ein technisches Forschungs- und Beschaffungszentrum der US-Navy, angenommen. Hier werden Systeme für das drahtlose Laden auf dem Meeresgrund getestet. So könnten die UUVs künftig während der Einsätze schneller und effektiver geladen werden.

Dass das drahtlose Laden im Wasser überhaupt funktioniert, demonstrierte der Projektleiter und Ingenieur Wayne Liu bereits vor geraumer Zeit mit seinem Smartphone. In einem wasserdichten Beutel konnte das Telefon auf dem Boden eines Wassertanks induktiv aufgeladen werden. Seit diesem ersten Versuch konnte das System erheblich weiterentwickelt werden, so die US-Navy. Anfang Juli konnte das Militär bei einer Demonstration ein UUV mittels Unterwasser-Ladestation drahtlos mit zwei Kilowatt Strom laden.

Standards für Unterwasser-Ladestationen

Die Forscher des SSC Pacific wollen sich für die Schaffung von Standards stark machen, um alle Navy-Systeme Unterwasser drahtlos aufladen zu können. Denn das US-Militär setzt UUVs von verschiedenen Herstellern ein. Deshalb würde man ein Ladesystem benötigen, das mit allen Tauchrobotern kompatibel sei.

Dieser Beitrag stammt von unserem Schwesterportal elektrotechnik.de.

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