11.07.11 | Redakteur: David Franz
Forscher der Universität Oxford arbeiten an einer speziellen LED-Brille, um hochgradig Sehbehinderten das Leben leichter zu machen.
"Die Brille soll Menschen erlauben, unabhängiger zu sein", erklärt Projektleiter Stephen Hicks. Sie richtet sich an Sehbehinderte mit schweren Netzhauterkrankungen und soll es ermöglichen, problemlos allein den Weg zu finden, Warnsignale zu bemerken oder leichter zu erkennen, wenn sich Personen im Blickfeld befinden.
Um das zu ermöglichen, setzt das Team aus Oxford auf Technologien aus Smartphones, wie übliche Videokameras. Ebenso verfügt die elektronische Sehhilfe über Tiefensensoren ähnlich jenen, die bei Microsofts "Kinect" zu finden sind.
Die Kameras und Sensoren erfassen die Umgebung, während Software, unter anderem zur Gesichts- oder Objekterkennung, die Bilder analysiert. Dies ermöglicht, mittels in die Brillengläser eingebetteter LEDs wichtige Informationen über die Umgebung grobkörnig und somit sogar für praktisch blinde Träger sichtbar hervorzuheben. Die Helligkeit steht hierbei für die Entfernung.
Bislang arbeiten die Forscher noch an Prototypen, doch schon 2014 könnten die Brillen den Markt erreichen und zu einem Preis von ca. 550 Euro erhältlich sein.
Es wäre denkbar, dass das System dank Zeichenerkennung Zeitungsschlagzeilen erkennt und über angeschlossene Kopfhörer den Text vorliest. Ebenso verweist Projektleiter Stephen Hicks auf Barcode-Leser, wie es sie inzwischen vielfältig als Smartphone-App gibt. Diese Technologie könnte sich sinnvoll in die Brille integrieren lassen, sodass extrem sehschwache Menschen leichter selbständig an Produkt- und Preisinformationen kommen.
Quelle: pressetext.com
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