50 Jahre Star Trek

Diese Star-Trek-Technologien existieren schon heute

| Autor: Sebastian Gerstl

Tragbare Systeme: Tablets, eReader und Tricorder

Ein Personal Access Display Device, kurz PADD, aus Star Trek: Die nächste Generation. Das Design des Tabletartigen Rechners, dass Science Fiction Autoren in den 1980ern konzipiert hatten, wurde erst vor wenigen Jahren in einem Patentrechtsstreit zwischen Apples iPads und dem Samsung Galaxy Pad eifrig diskutiert.
Ein Personal Access Display Device, kurz PADD, aus Star Trek: Die nächste Generation. Das Design des Tabletartigen Rechners, dass Science Fiction Autoren in den 1980ern konzipiert hatten, wurde erst vor wenigen Jahren in einem Patentrechtsstreit zwischen Apples iPads und dem Samsung Galaxy Pad eifrig diskutiert. (Bild: Paramount Pictures)

Die Zukunft von Star Trek zeigte auch, dass Computer keine sperrige Angelegenheiten für den Schreibtisch sein mussten, sondern auch kompakt mit sich geführt werden konnten. Spätestens in der Serie „Die nächste Generation“ waren Tablet-artige Systeme namens PADD bereits standardmäßig vertreten. Im Universum von Star Trek steht das Kürzel PADD für Personal Access Display Device. Das Gerät, mit dem Kapitän Jean-Luc Picard und seine Crew häufig missionskritische Daten betrachten, kann als geistiger Vorläufer heutiger Tablets betrachtet werden.

Auch in der klassischen Originalserie waren Tablet-artige Geräte zumindest am Rande zu sehen, etwa gegen Ende der berüchtigten „Tribble“-Episode. Dies mag zwar auch dem Zeitgeist der 60er entsprungen sein: Ein ähnliches Gerät ist auch in Stanley Kubricks Klassiker „2001: Odyssee im Weltraum“ zu sehen. Das ist auch einer der Gründe, warum das abgerundete Tablet-Design heute kein Alleinstellungsmerkmal von iPads ist: Als Samsung eigene Tablets einführte, wollte Apple den Mitwettbewerber wegen Patentrechtsverletzung verklagen. Samsung berief sich im Patentstreit allerdings auf das 2001-Design und wollte damit beweisen, das Design für seine Tablet-Rechner nicht von Apple abgekupfert zu haben.

Das charakteristische Design der Bedienoberfläche, deren „Anwendungsknöpfe“ abgerundete Ecken hatten, sicherte dem PADD aus Star Trek: The Next Generation jedoch einen ganz besonderen Platz in der Popkultur. Wobei das PADD überwiegend zum Ablesen von Statistiken, Abrufen von Grafiken oder generell zum Lesen verwendet wurde. Es ähnelte also vielleicht mehr einem eBook-Reader als einem „vollwertigen“ Tablet-Rechner. Auch die Tablet-Vorläufer PDA (Personal Digital Assistant), wie sie etwa von Palm oder – mit dem Newton – auch von Apple vertrieben wurden, sollen angeblich von den namentlich ähnlichen PADDs inspiriert gewesen sein.

Musste dagegen auf Planetenmissionen etwas ausführlicher untersucht werden, griff der Wissenschaftsoffizier der Enterprise gerne mal zum Tricorder: Das tragbare Multifunktionsgerät konnte Objekte einscannen, analysieren und die ermittelten Daten für spätere Verwendung speichern. Diese Variante gab es in Serie und Filmen auch als „medizinischer Trikorder“ für schnelle Diagnosen.

Ein solches mobiles, leichtgewichtiges Mini-Labor mit integriertem Rechner ist auch heute für Wissenschaft und Industrie interessant. Deswegen berufen sich Firmen und Einrichtungen immer wieder auf den Star-Trek-Tricorder für Forschungen und Entwicklungen in dieser Richtung, ob es sich nun um ein für mögliche Marsmissionen gedachtes chemisches Labor der Raumfahrtorganisation NASA, ein Lebensmittelanalysegerät von Analog Devices, oder ein eigens danach betiteltes „Tricorder Project“ für Wissenschaft und Medizintechnik handelt.

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