Trendstudie

Ingenieurkarriere – Chancenvergleich zwischen Industrie und Beratung

01.02.13 | Redakteur: David Franz

Hartmut Lüerßen: Partner des Marktforschers Lünendonk
Hartmut Lüerßen: Partner des Marktforschers Lünendonk (Bild: Lünendonk)

Die beliebtesten Arbeitgeber für junge Ingenieure sind vor allem Marken-Konzerne aus der Industrie. Doch geht es nach den tatsächlichen Karrierechancen, müssten Anbieter von Technologie-Beratung und Engineering Services in der Wahrnehmung auf Augenhöhe liegen. Das zeigt die Lünendonk-Trendstudie „Ingenieurkarriere 2013: Chancenvergleich zwischen Industrie und Beratung“

„Zwar taucht die Anbietergruppe der Technologie-Beratungs- und Engineering-Services-Unternehmen in den Rankings der beliebtesten Arbeitgeber für Ingenieure fast gar nicht auf, berücksichtigt man jedoch wesentliche Karrierefaktoren, wie die Entwicklungsdynamik, die Zahl neuer Führungspositionen oder Wartezeiten, stellen sich die objektiven Karrierechancen bei den Engineering-Anbietern sogar besser dar“, erklärt Hartmut Lüerßen, Partner bei Lünendonk.

Zu den wesentlichen Karrierefaktoren, die im Rahmen der Trendstudie untersucht wurden, gehören neben dem Wachstum der Organisation und den Wartezeiten zwischen Positions- oder Abteilungswechsel auch die Berufserfahrung vor Übernahme von Führungsaufgaben, die Möglichkeit für einen Wechsel zwischen Karrierepfaden, die Projektstrukturen sowie die Vergütungsstrukturen und die Internationalität.

Entwicklungsdynamik der Organisation

Die untersuchten Industrieunternehmen aus dem Ranking der beliebtesten Arbeitgeber für Ingenieure des Jahres 2012 konnten die Zahl der beschäftigten Ingenieure in den Jahren 2010 und 2011 um durchschnittlich 5,8% steigern. Dieses Wachstum ist deutlich höher als der Durchschnitt in der deutschen Wirtschaft.

Die führenden Technologie-Beratungs- und Engineering-Services-Unternehmen wachsen jedoch um ein Mehrfaches schneller. So konnten die für diese Trendstudie untersuchten Anbieter in den Jahren 2010 und 2011 um durchschnittlich 16,4% wachsen. Dieses Wachstum findet bei den führenden Engineering-Unternehmen auf der Basis von Strukturen des gehobenen Mittelstandes statt. Die meisten der befragten Anbieter verfügen über ein deutschlandweites Niederlassungsnetz und beschäftigten im Jahr 2012 durchschnittlich mehr als 1.400 Mitarbeiter.

Eng verbunden mit der Entwicklungsdynamik eines Unternehmens sind auch die Wartezeiten, bevor ein Ingenieur seine Position oder seine Abteilung wechselt. So beträgt die durchschnittliche Verweildauer auf einer Position bei den analysierten Industrieunternehmen mehr als sechs Jahre. Bei den Technologie-Beratungs- und Engineering-Services-Unternehmen sind es dagegen nur drei Jahre. Die Chance auf eine schnellere Karriere ist dementsprechend bei den Engineering-Anbietern höher.

Für die Studie wurden 26 Industrieunternehmen aus der Liste der 100 beliebtesten Arbeitgeber für Ingenieure des Trendende Instituts aus dem Jahr 2012 sowie 17 führende Anbieter von Technologie-Beratung und Engineering Services befragt. Die meisten der analysierten Engineering-Anbieter gehören zu den Top 25 der Branche.

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Und noch ein Gesichtspunkt: Die Studie zeigt nur nüchterne Zahlen. Aber was sind die Konsequenzen...  lesen
posted am 25.02.2013 um 00:52 von Unregistriert

Anbei sende ich Ihnen meine Beobachtungen ohne Anspruch auf statistische Richtigkeit und ohne...  lesen
posted am 05.02.2013 um 07:23 von Unregistriert


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