Statista Digital Market Outlook

Connected-Car-Markt erwartet 40 Prozent Umsatzwachstum in 2016

19.02.16 | Redakteur: Stefan Liebing

Die Umfragen von Statista prognostizieren dem Segment "In-Car Content & Services" eine blühende Umsatzentwicklung in den nächsten Jahren.
Die Umfragen von Statista prognostizieren dem Segment "In-Car Content & Services" eine blühende Umsatzentwicklung in den nächsten Jahren. (Bild: Statista)

Google und Apple haben bereits die ersten Schritte im Connected-Car-Markt gewagt und auch Microsoft startet nun mit einer umfangreichen Offensive, um sich in der Geburtsstunde der vernetzten Automobile fest im Markt zu etablieren.

Im Laufe der letzten Jahre ist es alltäglich geworden, über das Smartphone im Auto die gewünschte Playlist abzuspielen oder über die Freisprechanlage Telefonate zu führen. Doch die intelligente Verbindung von alltäglichen Prozessen mit dem eigenen PKW kann noch einiges mehr, wie die Prognosen des Digital Market Outlooks von Statista beweisen.

Bis dato steckt die Branche der Connected Cars noch in den Kinderschuhen: in diesem Jahre werden knapp über 3 Millionen Connected Cars in Deutschland zu zählen sein. Im Jahre 2020 soll sich laut DMO diese Zahl bereits vervierfacht haben, bis dahin werden 12,4 Millionen intelligente Autos auf Deutschlands Straßen unterwegs sein und weltweit sogar über 160 Millionen.

Den Großteil des enormen Wachstums dieses Marktes trägt natürlich auch die Entwicklung der neuen Features und Möglichkeiten bei. Das größte Segment ist jedoch laut des DMO nicht das Infotainment, sondern die Sicherheit und Fahrassistenz, dieser Markt wird klar aus China dominiert. Der Umsatz für die sichere und unterstützende Aufrüstung vernetzter Autos wird in China diesjährig über 3,5 Milliarden Euro betragen.

Google und Apple haben in Kooperation mit VW bereits vorgelegt – ab Anfang 2016 ist nun nahezu jedes Volkswagen-Fahrzeug (gegen einen kleinen Aufpreis) kompatibel mit dem Smartphone. Somit kann der Fahrer mobil seinen Tank-Füllstand überprüfen oder das Auto ver- oder entriegeln.

Das am stärksten wachsende Segment der vernetzten Automobile ist mit über 200% Umsatzwachstum in 2015 jedoch die intelligente Wartung und Diagnose des Autos – und sogar des Fahrers. Pay-how-you-drive ist ein Versicherungsformat in welchem Beiträge nach Fahrkunst des Fahrzeugbesitzers festgelegt werden.

Seit auf der CES die diesjährigen Technik-Highlights in Las Vegas präsentiert wurden, ist klar: auch Microsoft wird sein Pferd ins Rennen schicken. Hinsichtlich des von Statista prognostizierten Umsatzwachstums von über 40 Prozent allein auf dem deutschen Markt, birgt das vernetzte Auto großes Potential für den Softwareanbieter.

Neben Entertainment wie Filme schauen oder Musikstreaming legt Microsoft den Fokus insbesondere auf Business-Features. Als erster konkreter Partner werden Volvo-Fahrer in den Genuss kommen, ihr Microsoft Office 365 schon auf der morgendlichen Fahrt zur Arbeit umfangreich nutzen zu können. E-Mails schreiben via Diktierfunktion, mobil Termine erstellen oder Skype-Telefonate führen.

Natürlich ist der Fahrer nicht gezwungen, all diese Funktionen während des Fahrens manuell zu bedienen - während der gesamten Fahrt sorgt Cortana, die intelligente Sprachsteuerung von Microsoft und das Pendent zu Siri, für eine sichere und einfache Bedienung. Somit werden Apps wie PowerPoint, Excel oder Word bald so zum Fahrzeug gehören wie das Autoradio. Um das Fahrzeug optimal vernetzen zu können, verkündete Microsoft auf der CES neben der Kooperation mit Volvo auch die enge Zusammenarbeit mit dem Autozubehörspezialisten Harmans.

Globaler Marktführer ist Amerika. Dieses Jahr wird dort laut Statista mit einem Marktvolumen von 6,3 Milliarden Euro gerechnet – dicht gefolgt von China mit knapp über 6 Milliarden Euro. Darauf kommt erst einmal lange Zeit nichts – auf dem dritten Platz ist mit einigem Abstand Japan mit einem kumulierten Umsatz von 2,9 Milliarden Euro für das Jahr 2016 zu finden. Deutschland liegt mit 2,4 Milliarden Euro auf dem vierten Platz.

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