Datenübertragung

Bidirektionale, optische Übertragungseinheit von Canway

06.05.13 | Redakteur: Margit Kuther

Canway CW-131: Störungsunempfindliches 19-Zoll-Modul für die bidirektionale Übertragung
Canway CW-131: Störungsunempfindliches 19-Zoll-Modul für die bidirektionale Übertragung (Bild: Canway)

Canway bietet eine optische Übertragungseinheit zur bidirektionalen Datenübertragung von FlexRay, CAN, LIN und Ethernet an.

Canway, Anbieter von Hardware, Software und Engineering-Dienstleistungen zur Entwicklung und Herstellung von Feldbustechnik, elektronischen Mess-, Prüf- und Regelsystemen und dem HiL-Prüfstandbau für die Automobilindustrie und Energiebranche, bietet unter der Bezeichnung CW-131 eine optische Übertragungseinheit zur Vernetzung von Feldbussystemen an.

Optische Übertragungseinheit CW-131

Das kompakte, störungsunempfindliche 19-Zoll-Modul unterstützt die bidirektionale Datenübertragung von Bussystemen wie FlexRay, CAN, LIN und Ethernet. Die maximale Übertragungsstrecke hängt von der Dämpfung des Lichtwellenleiters und den Leitungslängen der einzelnen Feldbussysteme ab.

Insgesamt können bis zu sechs CAN-Busse (vier High-Speed, zwei Low-Speed), vier FlexRay-Busse (jeweils Kanal A und B) und zwei LIN-Busse gekoppelt werden. Übertragen werden die Daten über einen Lichtwellenleiter mit vier Fasern: zwei Fasern für vier FlexRay-Busse, zwei Fasern für zwei LIN-, zwei LS-CAN und vier HS-CAN-Busse.

Der Datentransfer der Feldbussysteme erfolgt mit deterministischem Timing. Durch die optische Übertragung entsteht eine galvanisch getrennte Verbindung zwischen dem Prüfling, der Messdatenerfassung und den Feldbussystemen.

Das CW-131 wird als Gesamtsystem angeboten

Das CW-131 wird als Gesamtsystem im 19-Zoll-Gehäuse mit zwei Höheneinheiten angeboten. Es arbeitet im Temperaturbereich von –20 °C bis 70 °C und benötigt eine Versorgungsspannung von 100 bis 240 VAC bzw. 12 VDC. Für den Anschluss der Feldbusse stehen 9-polige Sub-D-Steckverbinder zur Verfügung.

Auskopplungen oder kundenspezifische Derivate für beispielsweise CAN und LIN, FlexRay und Ethernet sind möglich. Zum Einsatz kommt die optische Übertragungseinheit vorwiegend für den Datenaustausch zwischen HiL-Teilsystemprüfständen, zum Beispiel bei Freigabetests von Steuergeräten.

Damit können Fahrzeugteilsysteme etwa aus dem Antriebsstrang und Fahrwerk im Verbund getestet werden, ohne dass eine enge räumliche Abhängigkeit besteht. Ein weiteres Einsatzgebiet stellen Energiespeicherprüfstände dar.

Hier können durch die galvanische Trennung die empfindlichen Messsysteme von den Prüflingen abgeschirmt und geschützt werden.

Geplante Weiterentwicklung: Kopplung von BroadR-Reach-Ethernet

„Rechnerisch sind mit dem CW-131 auch Übertragungsstrecken von 500 Meter möglich. Die Leitungslängen der Bussysteme in der Fahrzeugvernetzung, vor allem aber die FlexRay-Strukturen, setzen dem jedoch Grenzen“, so Dr.-Ing. Oliver Steinmetz, Geschäftsführer und technischer Leiter der Canway Engineering GmbH.

„Im Zuge der Weiterentwicklung des CW-131 wird als nächstes die Kopplung von BroadR-Reach-Ethernet umgesetzt. In Planung sind die Übertragung von analogen und digitalen Signalen und die Implementierung von Signal-Filtern, zum Beispiel für den CAN-Bus. Die Signal-Filterung würde das selektive Übertragen von Botschaften von einem System zum Anderen ermöglichen.“

Über Canway

Canway bietet als mittelständisches Unternehmen Hardware, Software und Engineering-Dienstleistungen für die Automobilindustrie und Energiebranche. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Feldbustechnik insbesondere CAN, FlexRay und LIN, elektronischen Mess-, Prüf- und Regelsystemen sowie auf Entwicklung, Bau und Inbetriebnahme von HiL-Prüfständen.

Canway betreibt Systemdesign nach den Anforderungen seiner Kunden und deckt die Dienstleistungspalette von der Konzeption über die Prototypenentwicklung bis hin zur Serienfertigung ab. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Kunden Unterstützung für den effizienten Einsatz der Canway-Produkte vor Ort.

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