eVision Systems
Mitarbeitendes Lernen statt Outsourcing
22.06.2009 | Redakteur: Holger Heller
Schon bevor die aktuelle Diskussion über das Outsourcen von Entwicklungsdienstleistungen begann, hat eVision mit seinem FPGA Competence Center die eingefahrenen Spuren im Dienstleistungsmarkt verlassen. Michael Geissel, Mitbegründer von eVision, erklärt warum.
Die meisten Firmen konzentrieren sich auf einen bestimmten Aspekt des Projektgeschäftes und bieten Entwicklungsdienstleistung auf Basis ausgelagerter Projektarbeit an. Der Nachteil dieser Arbeitsweise ist oft die Abhängigkeit des Auftraggebers vom Dienstleister. Diese ergibt sich daraus, dass bei der Auslagerung eines abgeschlossenen Arbeitspaketes das methodische und inhaltliche Wissen beim Dienstleister verbleibt. Dieser Effekt wurde jahrelang ignoriert, da die meisten Firmen der Meinung waren, nur die Arbeitspakete extern vergeben zu haben, die nicht zur Kernkompetenz des eigenen Unternehmens gehören.
Da sich die Kernkompetenzen der Unternehmen den Märkten anpassen müssen, ist oftmals nicht abzuschätzen, welchen Anteil des Wissens in späteren Projekten benötigt wird. Hier genau setzt das Konzept von eVision an. Das „JumpIn2Practice“-Konzept kombiniert methodisches Wissen (EDA-Technologie), Design-Service und Trainingskompetenz aus einer Hand und bietet dem Kunden die Möglichkeit im Projekt direkt mitzuarbeiten und somit in zukünftigen Projekten die Lösung zunehmend selbst in die Hand zu nehmen. Dennoch kann von Kundenseite aus darauf verzichtet werden, das Anwender-Know-how von Anfang an voll aufzubauen. Durch diese kombinierte Vorgehensweise wird das Projektrisiko von Beginn an reduziert.
FPGA Competence Center
Um eine hohe Qualität und schnelle Entwicklungszeiten zu erzielen, konzentriert sich das in diesem Jahr gestartete FPGA Competence Center auf vertikale Märkte. Neben dem FPGA-basierenden PCI-Express-Design bilden die Bereiche „SystemOnFPGA“ und FPGA-basierende Bildverarbeitung die Schwerpunkte. Zielmärkte sind unter anderem Luft-/Raumfahrttechnik, Überwachungstechnik, industrielle und medizinische Bildverarbeitung und Automatisierungstechnik.
Wichtig ist dabei, dass durch die Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen nicht nur die reinen FPGA-basierenden Tätigkeiten abgedeckt werden, sondern auch Know-how für spezifische Aufgabenstellungen vorhanden ist. Hierzu zählen z.B. das Einbinden von PCI-Express-IP in das FPGA (eVision arbeitet hier mit Lattice Semiconductor zusammen), das optimale Routen schneller FPGA-I/Os auf der Leiterplatte (z.B. PCI-Express Boards), das Einbinden des OpenCore-Softprozessors MICO32, die IP-Lösungen für diverse Peripherie (UART, USB etc.) sowie IP-Lösungen für die FPGA-basierende digitale Bild- und Videoverarbeitung.
Da viele Firmen derzeit nicht die Möglichkeit haben, zusätzliche Ingenieure einzustellen, hilft dieses Angebot dabei, die vorhanden Kompetenzen der Entwicklungsabteilungen weiter zu verstärken und zu ergänzen, ohne eine lange Einarbeitungszeit zu riskieren. Dienstleistung als „Hilfe zur Selbsthilfe“ kombiniert mit hochwertigen und sinnvollen Tools und Technologien hat eVision die Krise elegant umschiffen lassen und bietet Firmen die Möglichkeit, sofort neue Projekte in Angriff zu nehmen, statt lange unproduktive Anlaufphasen hinnehmen zu müssen.
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