Homestory aus dem Audi-Blog

Vom Verbrennungsmotor-Entwickler zum E-Mobility-Experten

09.06.17 | Autor / Redakteur: Anna Niemann / Benjamin Kirchbeck

Skizzen, Bauteile und technische Zeichnungen: An seinem Arbeitsplatz entwickelt Andreas Weber den Audi E-Motor der Zukunft.
Skizzen, Bauteile und technische Zeichnungen: An seinem Arbeitsplatz entwickelt Andreas Weber den Audi E-Motor der Zukunft. (Bild: Audi AG)

Andreas Weber ist einer der ersten Antriebsentwickler bei Audi, der sich für das Thema Elektromobilität nochmal in den Hörsaal gesetzt hat. Dort wurde er Schritt für Schritt vom Maschinenbauer für Verbrennungs- zum Entwickler für Elektromotoren. Was hat sich für ihn damit verändert?

Der Arbeitsplatz von Andreas Weber in der Technischen Entwicklung von Audi in Ingolstadt: ein Schreibtisch in einem Großraumbüro mit vielen Fächern und Ablagen, darauf ein Computer und ein Telefon. Auf dem Tisch liegen Unterlagen mit technischen Zeichnungen.

Nur einem Experten fällt auf, dass die Bauteile, die hinter seinem Schreibtisch auf der Fensterbank stehen, Bauteile unterschiedlicher Motorentypen sind: Verbrennungs- und Elektromotoren – ein Hinweis auf seine alte und seine neue Arbeitswelt.

Der Wechsel zum Elektromotor

Der Maschinenbauer konstruierte 20 Jahre lang Bauteile für unterschiedliche Verbrennungsmotoren: Diesel- und Ottomotoren, Saug- und Turbomotoren. Allein zwölf Jahre davon verbrachte er in der Motorenkonstruktion von Audi Sport am Standort Neckarsulm. Dort entwickelte er Aggregate für alle Rennserien, in denen Audi aktiv ist, wie zum Beispiel für Supertourenwagen, DTM und nicht zuletzt auch für die 24 Stunden von Le Mans.

Seit 2008 war er in der Motorkonstruktion in Ingolstadt für unterschiedliche Bauteile von konventionellen Motoren, unter anderem dem Kurbelgehäuse, verantwortlich – bis zum Sommer letzten Jahres, als er von einem internen Weiterbildungsprogramm im Bereich Elektromobilität erfuhr.

Als einer von 20 Audi-Ingenieuren startete Andreas Weber im September 2016 eine dreimonatige berufsbegleitende Weiterqualifizierung, die das Unternehmen gemeinsam mit der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) speziell für Antriebsentwickler konzipiert hat.

„Ich fand das Angebot äußerst interessant, weil ich mir hier in einem relativ kurzen Zeitraum konzentriertes Wissen aneignen konnte“, sagt Weber. „Für mich war das der ideale Einstieg für meine jetzige Tätigkeit in der Elektromotorenentwicklung.“

Die Weiterbildung ist Teil der strategischen Personalplanung bei Audi. Dabei analysiert das Unternehmen fortlaufend, welche Qualifikationen langfristig benötigt werden und schult die Mitarbeiter entsprechend.

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Maschinenbau ist ebenso Physik wie E-Technik oder irgendeine andere naturwissenschaftliche...  lesen
posted am 09.06.2017 um 20:59 von Unregistriert

Elektomotorenentwicklung hat sehr viel mit Physik zu tun. Ob das einem Maschbauer gelingt? Wenn...  lesen
posted am 09.06.2017 um 13:13 von peter.rimbrecht@t-online.de


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